Die Zentralbanken weltweit bereiten sich auf verstärkte Goldk äufe vor, Institutionen halten am Jahresendziel von 4600 US-Dollar fest.
Huitong Nachrichten, 7. Juli—— Der Analyst der Natixis Bernard Dahdah hält trotz des enormen Preisrückgangs am Ziel von 4600 US-Dollar zum Jahresende fest. Nach einer Entspannung im US-Iran-Konflikt werden die Zentralbanken ihre Goldkäufe wieder aufnehmen, geopolitische Veränderungen untergraben das Vertrauen in Dollar-Anlagen, und Gold-Swaps ermöglichen es Zentralbanken, Gold zu liquidieren, ohne es dauerhaft verkaufen zu müssen. In Kombination mit der stabilen Nachfrage einer asiatischen Großmacht bilden konstante physische Zukäufe eine Unterstützung, sodass diese Korrekturphase nur kurzfristige Volatilität darstellt und langfristige offizielle Käufe die Preisuntergrenze nach oben ziehen werden.
Der internationale Kassapreis für Gold ist von seinem Allzeithoch von fast 5600 US-Dollar je Unze deutlich gefallen und notiert aktuell um 4140 US-Dollar. Die Marktstimmung verschlechtert sich, doch Bernard Dahdah, Edelmetallanalyst der Natixis,
Nach der Entspannung im US-Iran-Konflikt werden Zentralbanken weltweit ihre großen Goldkäufe wieder aufnehmen. Die Neugestaltung der globalen geopolitischen Lage schwächt das Vertrauen in Dollar-Anlagen, und die stabile physische sowie offizielle Nachfrage einer asiatischen Großmacht sichert den Goldpreis weiterhin ab. Die zunehmende Nutzung von Gold-Swaps ermöglicht es den Zentralbanken, bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf Gold zu mobilisieren, ohne es dauerhaft zu verkaufen – die langfristige Strategie des Goldaufbaus bleibt intakt.
Keine Änderung der Jahresendprognose aufgrund kurzfristiger Marktkorrekturen
Dahdah betont, er ändere seine mittel- bis langfristigen Prognosen nicht willkürlich mit kurzfristigen Preisschwankungen. Auch als der Preis fast 5600 US-Dollar erreichte, hob er seine Zielvorgabe nicht an – und trotz des derzeitigen starken Rückgangs bleibt die Prognose von 4600 US-Dollar zum Jahresende bestehen.
Er erklärt, wer bei kleineren turbulenten Bewegungen sofort seine Meinung ändert, handelt nicht objektiv und professionell. Schwankungen durch kurzfristige spekulative Gelder reichen nicht aus, den grundlegenden Support für Gold zu erschüttern.
Entspannung im Konflikt schafft neuen Spielraum für Goldkäufe, Zentralbankkäufe könnten Erwartungen im zweiten Halbjahr übertreffen
Zuvor hatten Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie ein rasanter Anstieg des Ölpreises mehrere Zentralbanken dazu gezwungen, zur Stabilisierung ihrer Währungen temporär Goldreserven zu veräußern, um Devisenliquidität bereitzustellen – die offiziellen Goldkäufe wurden kurzfristig unterbrochen. Mit der jetzigen Entspannung und einem stabilisierenden Energiemarkt werden die Reserveverwalter nun die Diversifizierung der Vermögenswerte wieder ins Zentrum stellen.
Dahdah erläutert, dass die Phase größter Spannungen mittlerweile vorbei sei und das monatliche Goldkaufvolumen der Zentralbanken Rekordhöhen erreichen könnte. Lediglich das schwache Einkaufsvolumen im ersten Quartal bremst das Jahresergebnis, daher muss die gesamte jährliche Einkaufsmenge nicht zwingend ein neues Allzeithoch erreichen, doch die Zuflussmengen im zweiten Halbjahr werden wahrscheinlich die Markterwartungen übertreffen. Die geopolitische Neuausrichtung verändert die Bewertung von Dollar-Anlagen grundlegend, das Image der USA als Garant globaler Finanzstabilität ist beschädigt. Länder mit großen US-Staatsanleihen und Dollarreserven fürchten weiterhin um die Sicherheit ihrer Dollar-Anlagen – ein langfristiger Aufbau von Goldreserven ist die logische Konsequenz.
Gold-Swaps verbessern die Reservefunktion, Ende der Notverkäufe unter Zwang
In der aktuellen Krise zeigt sich: Gold ist nicht nur ein statischer Wertspeicher, sondern Gold-Swaps bieten neue Lösungen für die Liquiditätsbeschaffung von Zentralbanken weltweit. In der Vergangenheit blieb bei Liquiditätsengpässen oft nur Notverkäufe physischer Goldbestände; nun können Zentralbanken per Swap benötigte Devisenliquidität kurzfristig beschaffen und behalten dennoch das Eigentum am Gold.
Dahdah sagt, für Souveränstaaten mit umsichtiger Reservenverwaltung seien Gold-Swaps ein ideales Instrument, das sowohl Liquiditätsanforderungen als auch langfristige strategische Reserven gleichermaßen berücksichtigt. Dies nimmt Zentralbanken langfristig die Sorge vor einem Goldabbau.
Stabile Nachfrage einer asiatischen Großmacht stützt und hebt die untere Preisgrenze an
Die Inlandsnachfrage und offiziellen Goldkäufe in dieser asiatischen Großmacht bilden eine weitere wichtige Säule für die Unterstützung des Goldpreises. Zwar sei kein kurzfristiger, explosiver Konsumschub zu erwarten, aber nachhaltige, konstante Käufe heben das Marktniveau stetig an.
Durch fortlaufende kleine Zukäufe der Zentralbanken ergibt sich eine stabile, zusätzliche Nachfrage, die die Preisuntergrenze festigt. Selbst wenn spekulative Gelder kurzfristig abziehen, begrenzen offizielle Langzeitkäufe die Abwärtsrisiken, und auf längere Sicht ergibt sich ein stufenweiser Anstieg der Preisbasis.
Fazit
Unter Berücksichtigung des geopolitischen Umfelds, der Strategie der Zentralbanken und der physischen Nachfrage ist der aktuelle Preisrückgang beim Gold lediglich eine technische Korrektur, während das langfristige positive Szenario bestehen bleibt. Im zweiten Halbjahr werden sich starke Käufe der Zentralbanken, das nachlassende Vertrauen in den US-Dollar und die stabile Nachfrage asiatischer Großmächte überlagern und den Goldpreis bis zum Jahresende zurück auf 4600 US-Dollar führen. Gold-Swaps verbessern das Management der Reserven und eliminieren das Risiko massenhafter Notverkäufe durch Zentralbanken – der mittel- bis langfristige Aufwärtstrend der Goldpreisuntergrenze bleibt intakt.
Tageschart Gold-Spotpreis, Quelle: EasyHuitong
Am 7. Juli um 10:37 Uhr (UTC+8) notierte Gold-Spot bei 4142,36 US-Dollar/Unze
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