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Der plötzliche Anstieg des Yen löst Sorgen über arbitragebedingte Schließungen aus, aber Morgan Stanley sorgt für Beruhigung: Die Widerstandsfähigkeit bleibt erhalten, kein Grund zur Panik!

Der plötzliche Anstieg des Yen löst Sorgen über arbitragebedingte Schließungen aus, aber Morgan Stanley sorgt für Beruhigung: Die Widerstandsfähigkeit bleibt erhalten, kein Grund zur Panik!

智通财经智通财经2026/09/09 00:01
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Von:智通财经

Morgan Stanley erklärte, dass Arbitragegeschäfte die Auswirkungen einer Yen-Aufwertung abfedern können.

Wie von Finanznachrichten.de berichtet, fiel der US-Dollar gegenüber dem Yen am Dienstag zeitweise unter die Marke von 153 und erreichte mit 152,89 ein siebenmonatiges Tief. Seit dem 40-Jahres-Tief von beinahe 164 Anfang letzten Monats hat der Yen bereits etwa 7% zugelegt. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan im September ist auf 98% gestiegen. Gleichzeitig hat das Unterschreiten der wichtigen 155er-Marke massive Stop-Loss-Orders ausgelöst, was die Yen-Rally weiter verstärkt hat. Der rasche Anstieg des Yen verursacht inzwischen globale Kettenreaktionen auf den Finanzmärkten. Anleger befürchten, dass milliardenschwere Arbitragegeschäfte – bei denen günstige Yen für Investitionen in renditestarke Schwellenmarkt-Assets genutzt werden – zur großflächigen Schließung gezwungen werden könnten und damit Verkäufe von Schwellenmarktwerten auslösen. Das Strategie-Team von Morgan Stanley betonte in seinem Bericht vom 8. September: Der stärkere Yen allein reicht nicht aus, um die Arbitragegeschäfte in den Schwellenmärkten zu gefährden.

Kernbewertung von Morgan Stanley: Volatilität ist der wirkliche „Schalter“ – drei Säulen für Arbitrage-Geschäfte im Fokus

Das Team um James Lord, Leiter für globale Devisen und Schwellenmarktstrategie bei Morgan Stanley, erklärte im Bericht, dass Arbitragegeschäfte in Schwellenmärkten wohl erst dann ernsthaft gefährdet würden, sollte es katalytische Faktoren geben, die die Volatilität auf breiter Front erhöhen. Nur die Stärke des Yen allein stellt keine große Gefahr dar.

Die Strategen betonen, dass nicht der Yen selbst, sondern die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum, die Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte sowie die Fundamentaldaten der wichtigsten Schwellenländer die entscheidenden Faktoren für die Performance von Arbitragegeschäften sind. Sie bleiben hinsichtlich dieser drei Punkte optimistisch und meinen: „Solide Fundamentaldaten der Länder, hohe Arbitragerenditen und anhaltende globale Wachstumsdynamik sorgen weiterhin dafür, dass Investoren im Schwellenmarkt bleiben.“

Die Performance der Aktienmärkte bleibt der zentrale Bezugspunkt. Die Strategen schreiben klar: „Globales Wirtschaftswachstum, weltweite Aktienmärkte und die bottom-up-Trends der wichtigsten Schwellenländer beeinflussen die Performance von Arbitragegeschäften stärker als die Yen-Bewegung. Wir bleiben bei diesen Faktoren optimistisch.“

Hintergrund der Yen-Stärke: Aufkommen von Zinserwartungen und Interventionssorgen

Der Haupttreiber der aktuellen Yen-Rally ist die stark gestiegene Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan. Der Zins-Swap-Markt hat eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September bereits vollständig eingepreist, Nomura Securities sieht sogar die Möglichkeit von drei aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen. Die Rendite der japanischen 10-jährigen Staatsanleihen überschritt die 3%-Marke und erreichte damit den höchsten Stand seit fast 30 Jahren, was die Erwartung einer Normalisierung der BoJ-Politik weiter verstärkte.

Gleichzeitig hat die ausdrückliche Unterstützung von US-Finanzministerin Besent für die Yen-Stärke dem Yen weiteren Auftrieb verschafft. Im August kam es zur größten koordinierten Intervention zwischen US und Japan seit 15 Jahren; durch Besents Aussagen ist der Markt momentan äußerst wachsam gegenüber weiteren Interventionen.

Belege für die Robustheit von Arbitragegeschäften

Morgan Stanleys Einschätzung ist nicht unbegründet – tatsächliche Daten stützen die Sichtweise.

Die unterschiedliche Entwicklung der Währungen ist ein entscheidendes Signal. Seit dem 29. Juli hat der brasilianische Real gegenüber dem Yen um 5,1% und der kolumbianische Peso um 3,4% abgewertet. Gegenüber dem US-Dollar haben diese beiden Währungen im selben Zeitraum aber um 0,7% bzw. 2,4% zugelegt. Die Differenz zeigt deutlich: Die Schwäche der Schwellenmarkt-Währungen gegen den Yen spiegelt hauptsächlich die Yen-Aufwertung wider und nicht einen breiten Ausverkauf von Schwellenmarkt-Assets.

Der Renditevorteil bleibt erhalten. Die Strategen von Morgan Stanley weisen darauf hin, dass der US-Leitzins bei 3,50% bis 3,75% liegt, während der japanische Zinssatz nur etwa 1% beträgt – der Renditevorteil für den Kauf von höher verzinsten Vermögenswerten mit geliehenen Yen besteht weiterhin.

Außerdem sind Yen nicht mehr die alleinige Finanzierungsquelle für Arbitragegeschäfte. Anleger haben das Währungsspektrum für die Finanzierung auf den Euro und den Schweizer Franken ausgeweitet. Die Bewegung des Yen als Einzelwährung beeinflusst Arbitragegeschäfte heute weniger als in der Vergangenheit.

Risiken bleiben bestehen: Keine „Entwarnung“

Auch wenn Morgan Stanley die Robustheit der Arbitragegeschäfte positiv bewertet, sind die Risiken nicht völlig verschwunden.

Historische Beispiele mahnen zur Vorsicht. Im August 2024 führte ein schneller Yen-Anstieg zur massiven Schließung von Arbitrage-Geschäften; der Tokioter Aktienindex brach an einem Tag um 12% ein, der S&P 500 fiel um 3%. Sollte der Yen weiterhin stark steigen, könnte sich der Druck ähnlich schnell ausbreiten.

Überfüllte Handelsbereiche wie KI-Halbleiter liegen als mögliche „Schwachstellen“ im Fokus. In Zwangsverkaufsphasen tendieren Fonds dazu, erst die liquidesten und profitabelsten Positionen abzustoßen – darunter Nvidia, Broadcom, Micron sowie hochbewertete Softwarewerte wie Palantir und Snowflake.

Das Team der Morgan Stanley-Strategen fasst zusammen: Solange Arbitragerenditen und Risikobereitschaft stabil bleiben, wird die Stärke des Yen allein wahrscheinlich keine drastische Kapitalströme auslösen. Sie empfehlen weiterhin „Schwellenmärkte bei Rücksetzer zu kaufen“ und betonen, dass „die bottom-up-Fundamentaldaten, attraktive Renditen und die robuste globale Wachstumsdynamik Investoren motivieren, an dieser Assetklasse festzuhalten“.

Beachtenswert ist: Die optimistische Einschätzung von Morgan Stanley ist nicht voraussetzungslos. Der jüngste Yen-Anstieg hat einige Makro-Hedgefonds und Commodity Trading Advisors (CTA) zur Zwangsenthebelung gezwungen. Sollte ein anhaltender Yen-Anstieg die globale Volatilität weiter erhöhen, könnten die Risiken von Arbitrage-Schließungen wieder zunehmen.

Die Morgan Stanley-Strategen schließen: „Wir empfehlen weiterhin, Schwellenmärkte bei Rücksetzer zu kaufen. Die bottom-up-Fundamentaldaten, attraktive Renditen und robustes globales Wachstum unterstützen das Interesse der Investoren an dieser Assetklasse.“

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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