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Japan verkauft anscheinend US-Staatsanleihen zur Finanzierung der rekordhohen Interventionen beim Yen, Devisenreserven fallen unter 1 Billion US-Dollar.

Japan verkauft anscheinend US-Staatsanleihen zur Finanzierung der rekordhohen Interventionen beim Yen, Devisenreserven fallen unter 1 Billion US-Dollar.

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/07 02:29
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Japan hat offenbar durch den Verkauf von US-Staatsanleihen und anderen ausländischen Wertpapieren Mittel für seine rekordhohen Interventionen zur Stützung des Yen bereitgestellt. Dies hat neue Sorgen über den Angebotsdruck auf US-Staatsanleihen am Markt ausgelöst.

Laut den am Montag vom japanischen Finanzministerium veröffentlichten Devisenreserven-Daten verringerte sich der Bestand an ausländischen Wertpapieren Japans Ende August gegenüber dem Vormonat um 87,8 Milliarden US-Dollar; das Minus entspricht weitgehend dem Umfang der Interventionen im entsprechenden Monat. Das Finanzministerium hatte zuvor bestätigt, dass innerhalb eines Monats bis zum 26. August insgesamt rund 15,4 Billionen Yen (etwa 98,6 Milliarden US-Dollar) für Devisenmarktinterventionen eingesetzt wurden – ein monatlicher Rekordwert – wobei ein Teil dieser Maßnahmen gemeinsam mit den USA erfolgte. Infolgedessen sanken die Gesamtdevisenreserven Japans um 94,6 Milliarden US-Dollar auf 995 Milliarden US-Dollar und fielen damit unter die Marke von 1 Billion US-Dollar.

Das außergewöhnliche Ausmaß der Intervention und die Finanzierungsstrategie sowie deren potenzielle Auswirkungen auf den US-Staatsanleihenmarkt stehen im Fokus der Märkte. Finanzminister Besent kündigte jüngst an, dass die Regierung im Zeitraum bis zum 4. November den Umfang der Rückkäufe von langfristigen Anleihen verdoppeln werde. Der Markt wertete dies als Maßnahme, um den Anstieg der langlaufenden Renditen zu dämpfen, was darauf hindeutet, dass die US-Seite zunehmend Wert auf die Stabilität des US-Staatsanleihenmarktes legt.

Bestände ausländischer Wertpapiere sinken stark, deutliche Anzeichen für US-Staatsanleihen-Verkäufe

Die Finanzministeriumsdaten zeigen, dass Japans Bestand an ausländischen Wertpapieren Ende August um 87,8 Milliarden US-Dollar zurückging – nahezu im Einklang mit dem für Interventionen eingesetzten Betrag. Zwar wurden keine Details zur genauen Zusammensetzung oder Laufzeit der Bestände genannt, doch Schätzungen der Marktteilnehmer zufolge sind etwa 70 % der japanischen Devisenreserven in US-Staatsanleihen investiert.

Betrachtet man die Marktpreise, so sind die Kurse von zehnjährigen US-Staatsanleihen Ende August gegenüber Ende Juli nur leicht gesunken – das bedeutet, dass Bewertungsänderungen kaum zum Rückgang der Bestände beigetragen haben. Dies stützt die Annahme, dass Japan aktiv US-Staatsanleihen verkauft hat.

Interventionsvolumen auf Rekordniveau, gemeinsame Intervention von Japan und USA

Den Daten des Finanzministeriums zufolge setzten die japanischen Behörden im Monat bis zum 26. August rund 15,4 Billionen Yen für Devisenmarktinterventionen ein – ein Rekordwert in einem Monat, wobei ein Teil der Maßnahmen gemeinsam mit den USA erfolgte. Dies ist die bisher größte Intervention zur Stützung des Yen innerhalb eines einzelnen Monats.

Der Hintergrund dieser Intervention ist, dass der Yen deutlich unter Druck stand und die Behörden massiv am Markt eingreifen mussten, um die Landeswährung zu stützen. Die Form der gemeinsamen Intervention zeigt außerdem, dass die Koordination zwischen Japan und den USA in Währungsfragen sich weiter intensiviert hat.

Während Japan erneut US-Staatsanleihen verkauft, um Interventionen zu finanzieren, wächst das Interesse der US-Beamten an der Stabilität des US-Staatsanleihenmarkts, besonders vor dem Hintergrund der bevorstehenden Kongresswahlen. Finanzminister Besent kündigte zuletzt an, dass die Regierung im Zeitraum bis zum 4. November das Volumen der Rückkäufe langfristiger Anleihen verdoppeln werde, was am Markt als Versuch gesehen wird, die Renditen am langen Ende zu deckeln.

Japans Vorgehen zeigt, dass Tokio auch dann bereit ist, US-Staatsanleihen zu verkaufen, wenn die USA dem Thema Marktstabilität größere Aufmerksamkeit schenken.

Reserven fallen unter eine Billion US-Dollar, Interventionsspielraum bleibt ausreichend

Obwohl Japans Devisenreserven unter die Marke von 1 Billion US-Dollar auf 995 Milliarden US-Dollar gefallen sind, halten die Behörden den verbleibenden Bestand für ausreichend, um auch künftig potenzielle Interventionen am Markt zu finanzieren. Neben ausländischen Wertpapieren sind auch die Fremdwährungseinlagen als eine weitere potenzielle Interventionsquelle im August um 6,9 Milliarden US-Dollar gesunken.

Bemerkenswert ist, dass der japanische Finanzminister Satsuki Katayama nach der gemeinsamen Intervention mit den USA erklärte, dass künftige Maßnahmen auch die ausländische und internationale Repo-Fazilität der Federal Reserve (FIMA Repo Facility) nutzen könnten. Dieses Instrument erlaubt es Japan, bis zu 60 Milliarden US-Dollar Liquidität pro Tag zu erhalten, ohne US-Staatsanleihen verkaufen zu müssen, wodurch die Auswirkungen auf die US-Anleiherenditen begrenzt werden und der potenzielle Handlungsspielraum für Interventionen weiter vergrößert wird.

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