Vorschau auf die Hotspots der nächsten Woche: US-Arbeitsmarktdaten und Finanzministertreffen vor der Fed-Zinssitzung
Huetong Webseite, 28. August—— Zentralbank-Jahrestagung, G20 Finanzministertreffen, diverse Beschäftigungsdaten und die Nonfarm-Statistik für August kommen zusammen
Nächste Woche (30. August bis 5. September) steht die globale Finanzwelt vor einer äußerst entscheidenden Phase mit einer Vielzahl an wichtigen Policy- und Wirtschaftskennzahlen.
Im Vorfeld der Fed-Entscheidung werden von dem G20 Treffen der Finanz- und Zentralbankchefs, dem Gipfel der Shanghai Cooperation Organization und weiteren globalen politischen und wirtschaftlichen Events bis hin zu den PMI-Daten der Industrie aus China und den USA, der Inflation in Europa und den USA sowie der als Höhepunkt erwarteten Nonfarm-Arbeitsmarktbericht aus Amerika, jeder einzelne Faktor das Potenzial haben, die Markterwartungen vollkommen neu zu gestalten.
Investoren sollten ihre Asset-Allokation frühzeitig überdenken, um Risiken und Chancen infolge heftiger Volatilität bestmöglich zu begegnen.
Der G20-Gipfel beginnt, PMI der Industrie in China und den USA stehen zuerst im Fokus
Am Sonntag (30. August) startet das Treffen der G20 Finanzminister und Zentralbankchefs (dauert bis 1. September), bei dem die globalen Finanzführer die Richtung für die internationale Geldpolitik und den makroökonomischen Ausblick vorgeben werden.
Am Montag (31. August) wird China den offiziellen PMI für die Industrie im August veröffentlichen; als wichtiger Frühindikator der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt beeinflusst seine Entwicklung direkt die Kursrichtung von Rohstoffen und asiatisch-pazifischen Assets.
Im Anschluss werden in Deutschland die vorläufigen Jahresdaten des Verbraucherpreisindex (CPI) für August veröffentlicht, während die USA den Chicago PMI für den gleichen Monat publizieren – der Auftakt für die Überprüfung von Inflation und Wirtschaftsaktivität in Europa und Amerika.
Der SCO-Gipfel bündelt multilaterale Interessen, Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten aus den USA und Europa reihen sich aneinander
Am Dienstag (1. September) geht das G20-Treffen zu Ende und die Sitzung des Rates der Staatschefs der Mitglieder der Shanghai Cooperation Organization 2026 findet prominent statt – geopolitische und wirtschaftliche Kooperationsfragen rücken ins Zentrum.
Bei den Wirtschaftsdaten veröffentlicht China den Caixin (SPGI) Industrie-PMI für August; die Eurozone gibt die August-CPI-Daten bekannt, die die weitere Zinspolitik der Europäischen Zentralbank direkt beeinflussen können.
Am Abend werden in den USA der ISM Industrie-PMI für August sowie die JOLTs-Stellenangebote für Juli veröffentlicht. In Zeiten, in denen die Fed ihren Fokus auf die „Verhinderung einer Verschlechterung des Arbeitsmarktes“ legt, sind die JOLTs-Daten ein hervorragendes Maß für die Einstellungsbereitschaft von Unternehmen.
US-Rohöl-Lagerbestände treffen auf ADP-Bericht, kanadische Zentralbank folgt mit ihrer Entscheidung
Am Mittwoch (2. September) stehen Rohstoff- und Arbeitsmarktdaten auf dem Prüfstand.
Die USA veröffentlichen die wöchentlichen Veränderungen der Rohöl-Lagerbestände durch API und EIA, welche kurzfristig die Ölpreise beeinflussen.
Darauf folgt der als „kleiner Nonfarm“ bekannte ADP-Arbeitsmarktbericht für August (Hauptfokus: private Beschäftigung in den USA) sowie die Veränderungsrate der Fabrikaufträge für Juli.
Am Abend wird die Bank of Canada ihre aktuelle Zinspolitik bekanntgeben (der Markt erwartet allgemein eine Beibehaltung des Übernachtzinssatzes bei 2,25%), gefolgt von einer Pressekonferenz mit neuen Signalen zur geldpolitischen Strategie.
Die Fed veröffentlicht das Beige Book – Dienstleistungssektor und Entlassungsdaten treffen aufeinander
Am Donnerstag (3. September) veröffentlicht die Fed ihr aktuelles Beige Book, das detailliert die wirtschaftliche Lage in den gesamten US-Bezirken im Kontext sinkender Inflation und stagnierender Beschäftigung darstellt.
Tagsüber wird China den Caixin (SPGI) Dienstleistungs-PMI für August herausgeben; am Abend veröffentlicht die USA nacheinander die Challenger-Entlassenzahlen für August und die Außenhandelsdaten für Juli.
Spätabends wird Fed-Gouverneur Waller ein öffentliches Interview geben; seine Äußerungen zur Inflation und Beschäftigung, seit seinem hawkishen Kurswechsel, könnten eine schnelle Neubewertung des Marktes auslösen.
Schwergewichtige Nonfarm-Daten als Höhepunkt, Statements zahlreicher Zentralbankvertreter
Am Freitag (4. September) wird in den frühen Morgenstunden FOMC-Mitglied und Präsident der Cleveland Fed, Harker, beim „Fed Community“-Event die Eröffnungsrede halten und seine aktuelle Politikposition erläutern.
Am Abend folgt das „Superereignis“ der Woche: die US-Nonfarm-Beschäftigungsdaten und die Arbeitslosenquote für August.
Da die Nonfarm-Daten des Vormonats deutlich unter den Erwartungen lagen und globale Vermögenswerte stark beeinflussten, wird diesen Zahlen höchste Aufmerksamkeit zuteil.
Gleichzeitig werden in Kanada die Arbeitslosenquote und in der Eurozone die Einzelhandelsdaten veröffentlicht – die Marktvolatilität dürfte vor dem Wochenende ihren Höchststand erreichen.
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