Die langfristige Finanzprognose von Sandisk (SNDK.US) st ärkt das Marktvertrauen! Werden asiatische Speicherchip-Aktien ein Comeback erleben?
Dank des optimistischen Geschäftsausblicks von Sandisk auf dem Investorentag 2026, der das Vertrauen des Marktes in die langfristig positiven Auswirkungen des künstliche-Intelligenz-(AI)-Booms auf die Branche gestärkt hat, stiegen die Aktien asiatischer Speicherchip-Unternehmen am Freitag.
Finanznachrichten-App von Zhisheng erfuhr, dass der optimistische Ausblick von Sandisk (SNDK.US) am Investorentag 2026 das Vertrauen des Marktes in die langfristigen positiven Auswirkungen des KI-Booms auf die Branche gestärkt hat, asiatische Speicherchip-Aktien stiegen am Freitag. Der Bloomberg Asia Semiconductor Stock Index stieg zeitweise um 1,6% und steht vor dem fünften Handelstag in Folge mit Zugewinnen; der Index liegt derzeit über 19% über seinem Tiefpunkt vom Juli und hat sich damit von den heftigen Verkäufen des letzten Monats erholt. Einzelne Aktien: Der südkoreanische Speicherchipriese SK Hynix stieg fast 3%; Sandisks Partner und japanischer Chipgigant Kioxia legte zwischenzeitlich fast 9% zu und bis Redaktionsschluss über 4%.

Am Donnerstag stellte Sandisk auf dem Investorentag 2026 sein langfristiges Finanzmodell vor und definierte eine Reihe von Finanzzielen für die Geschäftsjahre 2028 bis 2030, darunter eine anhaltende zweistellige Wachstumsrate der Umsätze in diesem Zeitraum. Sandisk räumte auch die Bedenken des Marktes hinsichtlich des Bit-Wachstums aus und kündigte an, dass die zur Verfügung stehende Bitmenge zur Gewinnoptimierung angepasst werden wird. Zudem verpflichtete sich das Unternehmen, nach Abschluss der Geschäftsinvestitionen 100% des verbleibenden Bargelds an die Aktionäre zurückzugeben.
Nach der Bekanntgabe reagierte der Markt prompt, die US-Speicherchip-Aktien traten auf breiter Front an. Sandisk schloss mit einem Plus von über 13%, Western Digital (WDC.US), SK Hynix (SKHY.US) legten über 7% zu, Seagate Technology (STX.US) fast 5%, Micron Technology (MU.US) mehr als 4%.
Das Highlight des Investorentages war zweifellos das langfristige Finanzmodell von Sandisk. Das Unternehmen erwartet für die Geschäftsjahre 2028 bis 2030 ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen zweistelligen Bereich, das mit dem Bit-Auslieferungswachstum übereinstimmt. Gleichzeitig soll die Bruttomarge nach Nicht-GAAP auf etwa 80% gehalten werden, die operative Umsatzrendite bei etwa 75% liegen.
Auf Basis dieses Finanzmodells erwartet Sandisk, dass die Betriebskosten etwa 5% des Umsatzes ausmachen und andere Einnahmen und Ausgaben keinen wesentlichen Einfluss haben. Selbst unter Einbeziehung von Steuern, Investitionsausgaben und dem zur Geschäftsentwicklung benötigten Betriebskapital rechnet das Unternehmen mit einer bereinigten Free Cashflow-Marge von rund 50%.
Für die zuvor stark zyklische NAND-Speicherbranche sind diese Ziele besonders ambitioniert. Sandisk sendet damit eine klare Botschaft an den Markt: Das wachstumstreibende Speicherbedarf durch KI könnte in den kommenden Jahren zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen führen, die weit über den traditionellen Speichermarkt-Zyklen liegen.
Ein wichtiger Grund für Sandisks Vertrauen in das langfristige Finanzmodell ist die Veränderung seines traditionellen Geschäftsmodells im NAND-Bereich. Das Unternehmen gab bekannt, dass es bereits mit acht Kunden neue Geschäftsmodell-Vereinbarungen (NBM) abgeschlossen hat. Diese Vereinbarungen beinhalten Abnahmeverpflichtungen, verbindliche Vertragsrahmen, Mindestfinanzgarantien und strukturierte Preisfindung, was die Abstimmung zwischen Kundennachfrage und Unternehmenskapazitätsplanung verbessert und die Auswirkungen zyklischer Schwankungen der traditionellen Speicherbranche abmildert.
Noch bedeutender ist das derzeit abgedeckte Volumen: Die unterzeichneten NBM-Vereinbarungen decken etwa 50% des Bit-Auslieferungsvolumens für das Geschäftsjahr 2027 und etwa zwei Drittel für das Geschäftsjahr 2028. Sandisk glaubt, dass dieses Modell zu besser vorhersehbaren Umsätzen, größerer Cashflow-Sichtbarkeit und nachhaltigeren Gewinnsteigerungen führt.
Speicherchip-Aktien, einschließlich Sandisk, zählen zu den größten Gewinnern der fortlaufenden KI-Deals in diesem Jahr. Allerdings bleibt die Volatilität dieser Aktien hoch, denn Investoren erinnern sich an frühere Branchenzyklen – nach starken Preisanstiegen folgt oft ein dramatischer Absturz.
Andrew Jackson, Leiter der Aktienstrategie bei Ortus Advisors Japan, schreibt in seinem Bericht: „Noch vor einigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass ein NAND-Speicherchip-Hersteller eine so präzise langfristige Prognose abgeben kann. Im Vergleich zur volatilen Spot-Preisbildung bei Speicherchips könnten langfristige Vereinbarungen helfen, die traditionellen Boom-Bust-Zyklen zu glätten.“
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