Das trilaterale Verteidigungsabkommen tritt in Kraft – handelt der Goldmarkt bereits ein noch größeres Ereignis?
Huifeng Net, 7. August—— Am Freitag, dem 7. August, setzte der Spot-Goldpreis seine starke Entwicklung dieser Woche fort und stieg im Tagesverlauf zeitweise auf rund 4.330 US-Dollar pro Unze. Diese Woche dürfte eine der stärksten seit Januar werden. Gleichzeitig unterzeichneten Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan an diesem Tag in Mekka ein gemeinsames Verteidigungsabkommen, das klarstellt, dass ein bewaffneter Angriff auf einen der drei Partner als Angriff auf alle drei betrachtet wird. Die regionale Sicherheitskooperation entwickelt sich von bilateralen Arrangements zu einer zunehmend multilateralen Mechanik.
Am Freitag, dem 7. August, setzte der Spot-Goldpreis seine starke Entwicklung in dieser Woche fort und stieg im Tagesverlauf zeitweise auf rund 4.330 US-Dollar pro Unze. Diese Woche dürfte eine der stärksten seit Januar werden. Gleichzeitig unterzeichneten Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan an diesem Tag in Mekka ein gemeinsames Verteidigungsabkommen, das klarstellt, dass ein bewaffneter Angriff auf einen der drei Partner als Angriff auf alle drei betrachtet wird. Die regionale Sicherheitskooperation entwickelt sich von bilateralen Arrangements zu einer zunehmend multilateralen Mechanik.
Das Dreier-Verteidigungsabkommen etabliert sich, Gold reagiert auf das regionale Sicherheitsrisiko
Die Unterzeichnung des gemeinsamen Verteidigungsabkommens zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan ist eines der beachteten Ereignisse im Wandel der Sicherheitsstruktur des Nahen Ostens. Im Kern des Abkommens geht es nicht bloß darum, militärische Kooperationen zu vertiefen, sondern es inkludiert eine Klausel des kollektiven Schutzes. Das heißt, jeder bewaffnete Angriff auf einen der Unterzeichner gilt als Angriff auf alle drei. Offenbar baut dieses Arrangement auf der bisherigen bilateralen Verteidigungskooperation zwischen Saudi-Arabien und Pakistan auf; bereits im April wurden pakistanische Streitkräfte auf Basis des Abkommens in Saudi-Arabien stationiert.
Die Bedeutung dieser Entwicklung für den Goldmarkt liegt darin, dass das regionale Risiko von singulären Konflikten zu einer Neugestaltung des Sicherheitssystems übergeht. Kurzfristige militärische Ereignisse beeinflussen gewöhnlich den Goldpreis durch erhöhte Nachfrage nach sicheren Anlagen. Doch Veränderungen in Verteidigungsbündnissen, Schutz der Schifffahrt und der Energieinfrastruktur könnten die Einschätzung zum Risiko-Zeitraum und zu Extremrisiken neu bepreisen lassen.
Insbesondere angesichts der Unsicherheiten bei der Schifffahrt im Roten Meer, den Energieanlagen in Saudi-Arabien und der umliegenden Militäraktivitäten kann die Risikoprämie von Gold derzeit nicht allein durch einzelne Angriffe oder Waffenstillstandsberichte erklärt werden. Entscheidend für den Markt ist vielmehr, ob ein Konflikt Auswirkungen auf Energie-Transporte, Versicherungskosten, Schiffsrouten und die Bewertung regionaler Vermögenswerte hat.
Goldpreis durchbricht 4.300, Resonanz von Makro- und Sicherheitskapital
Der Spot-Goldpreis hat aktuell die Marke von 4.300 US-Dollar überschritten und liegt deutlich über dem Niveau zu Wochenbeginn. Auch der Tageschart zeigt, dass es sich diesmal nicht bloß um einen einmaligen Preisanstieg handelt. Das mittlere Bollinger-Band liegt bei etwa 4.094,25, das obere Band bei 4.256,02 – der Preis bewegt sich bereits außerhalb des oberen Bands. Die MACD-Indikatoren zeigen einen DIFF von etwa 18,68, DEA von -16,76 und einen Histogrammwert von 70,88, was auf eine deutlich gestiegene Preisdynamik hindeutet.
Aus technischer Sicht nimmt die Bedeutung der Preisschwankungen zu, sobald sich der Abstand zum mittleren Bollinger-Band vergrößert. Der Durchbruch des oberen Bands zeigt lediglich, dass die aktuelle Preisbewegung schneller ist als im statistisch erfassten Zeitraum zuvor – lässt aber keine eindeutige Richtungsprognose zu. Das schnelle Wachstum des MACD-Histogramms bedeutet ebenfalls eine Verstärkung der Trenddynamik, und zugleich eine zunehmende Sensibilität des Marktes für Nachrichten zu Arbeitsmarkt, Zinsen und Sicherheit.
Erwartungen an die Fed bleiben volatil
Der Anstieg des Goldpreises ist nicht allein auf regionale Nachrichten zurückzuführen. Jüngste Daten vom US-Arbeitsmarkt zeigen eine gewisse Differenzierung. Beschäftigungswachstum, offene Stellen und private Beschäftigungsindikatoren sprechen nicht durchgängig dieselbe Sprache, wodurch ein klarer Anker für die Zinserwartungen fehlt.
Für Gold ist nicht die einzelne Non-Farm-Zahl entscheidend, sondern wie die Daten die realen Zinserwartungen verändern. Falls die Kombination aus Beschäftigung, Löhnen und Arbeitslosenquote zu einer Anpassung des Marktausblicks für die Fed-Politik führt, könnten Dollar und US-Staatsanleihenrenditen synchron reagieren und die Goldhaltungskosten weiter beeinflussen.
Aktuell steht Gold daher unter dem Einfluss zweier Preisbildungsmechanismen: Einerseits die Risikoprämie durch regionale Konflikte, Transport und Energiesicherheit, andererseits die finanzielle Bewertung durch Arbeitsmarktdaten, Inflationserwartungen und Realzins. Sind beide Faktoren phasenweise auf derselben Seite, verstärkt sich gewöhnlich die Marktvolatilität.
Der Marktfokus verschiebt sich vom Ereignisrisiko zur Risikodauer
Am Dreier-Verteidigungsabkommen ist besonders bemerkenswert, dass die Länder der Region zunehmend institutionalisierte Sicherheitskooperationen entwickeln. Sollte die Zusammenarbeit ausgebaut werden, könnte dies nicht nur das Militär betreffen, sondern auch Eskorten im Roten Meer, Sicherheit von Energieinfrastrukturen, Luftverteidigung sowie militärische Beschaffung.
Für den Goldmarkt bedeutet institutionalisierte Zusammenarbeit jedoch eine doppelte Bindung: Zum einen hält die erhöhte Wachsamkeit der regionalen Akteure die Risikoprämie auf einer realen Basis. Zum anderen kann eine neue Sicherheitsmechanik die fortlaufende Gefährdung von wichtigen Schifffahrtswegen und Energieanlagen reduzieren, wodurch auch extreme Risikoprämien neu bewertet werden könnten.
Ostzone 20:25, Spot-Goldpreis bei 4.311 US-Dollar pro Unze.
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