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Kann KI sich amortisieren? Die Kursentwicklung der Tech-Giganten in dieser Woche gibt die Antwort

Kann KI sich amortisieren? Die Kursentwicklung der Tech-Giganten in dieser Woche gibt die Antwort

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/02 11:16
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Von:华尔街见闻

Diese Woche sendete die Wall Street ein klares Signal: Die Rendite von KI-Investitionen wird entlang des Cloud-Geschäfts beschleunigt realisiert. Die Cloud-Umsätze von Microsoft, Amazon und Google verzeichneten ein kräftiges Wachstum, was zu einem deutlichen Anstieg ihrer Aktienkurse führte. Im Vergleich dazu steht Meta, das über keine ausgereiften Monetarisierungskanäle im Cloud-Bereich verfügt, trotz fortlaufender Investitionen in KI noch ohne unmittelbare Gewinnrückflüsse da und sieht sich dadurch einem Druck auf den Aktienkurs ausgesetzt. Der Markt bewertet nun die Gewinner im KI-Bereich neu: Nicht mehr allein das Investitionsvolumen wird honoriert, sondern vielmehr die Fähigkeit von Unternehmen, KI in Umsatz, Gewinn und Cashflow zu verwandeln.

Wenn man nach dem direktesten Signal sucht, ob KI-Investitionen beginnen, Rendite zu erzielen, gibt die Wall Street diese Woche eine Antwort: Schaue auf das Cloud-Geschäft und die Aktienentwicklung.

Nach Veröffentlichung des Microsoft-Quartalsberichts sprang der Aktienkurs an einem Tag um mehr als 13 % und stieg im Wochenverlauf insgesamt um 19 %, von 389 US-Dollar auf über 460 US-Dollar; Amazon legte im gleichen Zeitraum um über 15 % zu, von 231 US-Dollar auf 271 US-Dollar. Alphabet verzeichnete diese Woche ein Plus von 7 %, der Aktienkurs stieg von 326 US-Dollar auf 356 US-Dollar – der Markt bewertet den durch beschleunigtes Cloud-Geschäft entstehenden KI-Kommerzialisierungs-Wert neu; auch Oracle profitierte von den Erwartungen an das Cloud Computing und stieg im Wochenvergleich um über 10 %.

Der Markt verfolgt allerdings nicht wahllos jede KI-Aktie. Meta verlor diese Woche 6 %, von 593 US-Dollar auf 556 US-Dollar, weil das Unternehmen weiter massiv in KI-Infrastruktur investiert, aber keinen direkten Cloud-Geschäfts-Ausweg hat. Nvidia, der Kernanbieter von KI-Rechenleistung, legte im Wochenverlauf nur 2 % zu, der Aktienkurs schwankte zwischen 195 und 200 US-Dollar – Investoren warten auf die Quartalszahlen am 26. August, um den nächsten Zyklus der KI-Kapitalausgaben zu bestätigen.

Diese Marktphase zeigt eine klare Differenzierung: Der Markt belohnt nicht mehr allein das Ausmaß der KI-Investitionen, sondern Unternehmen, die nachweislich KI-Ausgaben in Umsatz, Gewinn und Cashflow umwandeln.

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Cloud-Geschäft boomt, KI-Kommerzialisierungs-Pfad wird zunehmend klar

Die Quartalsberichte der Technologiekonzerne senden eine klare Botschaft: KI-Investitionen treten vom Stadium der Investitionsausgaben in die Phase der Umsatzrealisierung ein.

Amazon AWS, Microsoft Azure und das Cloud-Geschäft von Alphabet übertrafen im zweiten Quartal allesamt die Markterwartungen deutlich. AWS erzielte ein Umsatzwachstum von 37 % im Vergleich zum Vorjahr, Azure legte um 43 % zu, und die Cloud-Umsätze der drei Unternehmen zusammen verzeichneten einen jährlichen Zuwachs von 48 %.

Angesichts anhaltender Debatten über KI-Geschäftsmodelle ist Cloud Computing derzeit der am einfachsten nachweisbare Weg zur Monetarisierung. Die Konzerne bauen Rechenzentren, kaufen Chips und Computerhardware, und bieten dann über langfristige Verträge ihre Rechenressourcen Unternehmenskunden an – so werden Infrastruktur-Investitionen in Cashflows umgewandelt.

Die operative Gewinnmarge von Amazon AWS erreichte im zweiten Quartal 39 %. CEO Andy Jassy erklärte, dass der Amortisationszeitraum für Computerhardware in der Regel weniger als drei Jahre beträgt und die meisten KI-Computing-Verträge Laufzeiten von über fünf Jahren besitzen, was eine lange Phase der Erlösrealisierung bedeutet.

„Die daraus entstehenden Umsätze, freien Cashflows und Kapitalrenditen sind sehr überzeugend.“ sagte Jassy und stellte die langfristige Vision in den Raum, AWS könne eines Tages zu einem Geschäft mit einem Jahresumsatz von einer Billion US-Dollar wachsen. Zum Vergleich: FactSet-Daten zeigen, Analysten erwarten für AWS im laufenden Jahr etwa 170 Milliarden US-Dollar Umsatz.

KI-Nachfrage wird zum Kernmotor für das Wachstum im Cloud-Geschäft. Die gegenwärtige Branchenlimitierung hat sich von „Gibt es Nachfrage?“ zu „Ist genug Rechenleistung verfügbar?“ verschoben. AWS schloss im April dieses Jahres mit Anthropic einen Vertrag über mehr als 100 Milliarden US-Dollar mit zehnjähriger Laufzeit ab – ein Beleg für den explosionsartigen Bedarf nach KI-Rechenleistung.

Metas Dilemma: große Investitionen, aber kein Cloud-Geschäftsausweg

Im Vergleich zu Microsoft, Amazon und Google steht Meta vor größeren Herausforderungen am Markt.

Der Social-Media-Gigant investiert ebenfalls massiv in KI-Infrastruktur, verfügt aber über kein etabliertes Cloud-Geschäft und kann somit – im Gegensatz zu AWS, Azure und Google Cloud – nicht direkt durch das Vermieten von Rechenleistung Einnahmen generieren.

Seit Veröffentlichung des Quartalsberichts hat die Meta-Aktie insgesamt rund 5 % verloren. Das Unternehmen hat seine Kapitalkostenprognose für 2026 angehoben, CEO Zuckerberg kündigte an, Meta erwäge den Aufbau eines eigenen Cloud-Geschäfts, sei aber derzeit noch weit von den drei großen Cloud-Anbietern entfernt.

An der Wall Street nimmt ein immer klareres Bewertungskriterium Gestalt an: Die relevante Größe bei KI-Investitionen ist nicht das Volumen, sondern ob es dem Unternehmen gelingt, Investitionsausgaben in kontinuierliche Cashflows umzuwandeln.

Cloud Computing ist aktuell die ausgereifteste Antwort, und Unternehmen ohne diesen Monetarisierungspfad werden zunehmend kritisch geprüft.

Gewinnqualität wird zur wichtigsten Prüfung für Tech-Aktien in der nächsten Phase

Obwohl die Tech-Giganten starke Gewinne vorweisen, zeigt die Marktreaktion auf die Quartalsberichte eine klare Spaltung.

Daten von Goldman Sachs verdeutlichen: Im TMT-Bereich liefen Unternehmen mit über der Erwartung liegendem EPS am Folgetag der Ergebnisausweise im Schnitt um etwa 192 Basispunkte schwächer als der S&P 500; im Bereich außerhalb TMT dagegen lagen vergleichbare Unternehmen rund 75 Basispunkte vor dem Index.

Das deutet auf einen Wandel der Bewertungslogik für Tech-Aktien hin: Investoren achten nicht länger nur darauf, ob kurzfristig Erwartungen übertroffen werden, sondern legen mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Herkunft des Gewinnwachstums.

Im zweiten Quartal lag die Nachverfolgung des S&P 500-Gesamt-EPS-Wachstums bei 45 % gegenüber Vorjahr. Davon entfallen etwa 19 Prozentpunkte auf „sonstige Einnahmen“ aus Beteiligungen im Wert von rund 151 Milliarden US-Dollar von Alphabet und Amazon, Microsoft steuerte weitere rund 3 Milliarden US-Dollar bei. Ohne diese Faktoren liegt das Kerngewinnwachstum immer noch bei 26 %, dem schnellsten Wert seit 2021.

Bereits jetzt tragen KI-Infrastrukturunternehmen etwa ein Drittel zum EPS-Wachstum des S&P 500 im zweiten Quartal bei. Analysten erwarten, dass dieser Anteil bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 und ins Jahr 2027 weiter über 50 % steigen könnte.

Dennoch bleibt der Kostendruck ein Risikofaktor. In den letzten Quartalen stagnierten die Nettomargen der Medianunternehmen im S&P 500, in den meisten Branchen wurden die Gewinnaussichten für die Zukunft gesenkt.

Goldman Sachs hält an einer Zielmarke von 8000 Punkten für den S&P 500 zum Jahresende fest und prognostiziert ein EPS von 385 US-Dollar im Jahr 2027. Für die KI-Rallye gilt: Künftig wird der Fokus des Marktes vom Tempo der Investitionen auf die Nachhaltigkeit des Gewinnwachstums umschwenken.

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