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Das Schicksal der Schwellenmärkte hängt von der Volatilität ab, nicht vom US-Dollar, so Institutionen.

Das Schicksal der Schwellenmärkte hängt von der Volatilität ab, nicht vom US-Dollar, so Institutionen.

智通财经智通财经2026/09/30 10:36
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⑴ Ein aktueller Strategiebericht einer Institution zu Schwellenländern vermittelt eine subtile Botschaft: Das makroökonomische Umfeld für Devisen und Kredite in Schwellenländern ist inzwischen schwieriger geworden, doch dies bedeutet eher gedämpfte als kollabierende Renditen. ⑵ Die Institution erklärt, der Auslöser sei ihre interne, stärker restriktive Einschätzung der US-Notenbank; aktuell rechne sie mit zwei weiteren Zinserhöhungen, wobei die Risiken eher noch restriktiver tendieren. Zugleich wurden die Prognosen für US-Staatsanleiherenditen und für den US-Dollar-Index angehoben: Für das vierte Quartal 2026 werden nun 102 und für das Gesamtjahr 2027 ein Wert von 104 erwartet – beide höher als die bisherigen 96 bis 99. ⑶ Die Institution sieht darin einen deutlichen Gegenwind für Carry-Trades in Schwellenländern, die sich ohnehin auf historischen Tiefständen befinden, während Kapitalzuflüsse in lokale Anleihen die tatsächlichen Renditen bereits weit übersteigen – nach ihren Maßstäben ist dies der größte Abstand seit 2013. ⑷ Die Analyse des Hauses lautet, dass ein Nachlassen der Kapitalzuflüsse – und nicht ein plötzliches Nachziehen der Renditen – wahrscheinlich ist. Südafrikanischer Rand und mexikanischer Peso werden als bevorzugte taktische Absicherungsinstrumente genannt. ⑸ Entscheidend ist laut der Institution, dass ein stärkerer US-Dollar nicht automatisch Carry-Trades in Schwellenländern abwürgt; sie identifiziert Schwankungsbreite (Volatilität) und nicht die kurzfristige Richtung als ausschlaggebenden Faktor. ⑹ Historisch gesehen dominierten eine starke Dollarkursentwicklung und sinkende Volatilität das Bild; in einem solchen Umfeld erzielen Schwellenländer-Devisen und lokale Duration meist positive Renditen. Die Institution sieht die Unternehmensgewinne als zentrales Element für die gedämpfte Volatilität, nicht eine starke makroökonomische Entwicklung. ⑺ Im Kreditbereich beobachtete die Institution, dass die Spreads von Schwellenländerstaatsanleihen nach einem US-Staatsanleihenverkauf von etwa 90 Basispunkten nur moderat auseinandergegangen sind; für das Jahresende wird in ihrem Basisszenario lediglich ein weiterer Anstieg um 10 Basispunkte erwartet. ⑻ Die Institution gibt an, nicht zu verkaufen, sondern auf eine Übertreibung der Spreads zu warten, um dann auf eine Long-Position umzuschwenken – mit der Überlegung, sich dann wieder im High-Yield-Segment zu übergewichten. ⑼ Die Institution hebt außerdem eine strukturelle Änderung der Treiber für Schwellenländer hervor: Der Einfluss des Rohöls sei deutlich gestiegen. Ihr Drei-Faktoren-Modell – Rohöl, US-Staatsanleihen, US-Dollar-Index – erkläre nun 55 % bis 60 % der Renditevarianzen in Schwellenländern, während es vor dem Iran-Konflikt noch etwa 25 % waren. Das zeige, dass die makroökonomischen Einflussfaktoren für Schwellenländer mittlerweile über die übliche Achse US-Notenbank und Dollar hinausgehen. ⑽ Fazit der Institution: Höhere Renditen und ein fester Dollar erhöhen die Hürden für die Performance von Schwellenländern; doch bessere Fundamentaldaten, kontrollierte Volatilität und widerstandsfähige Spreads bedeuten, dass die Renditen langsam und geordnet sinken dürften, statt chaotisch neu bepreist zu werden.
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