Gestern kam es unter dem Einfluss von Makrodaten zu mehreren starken Aufwärts- und Abwärtsbewegungen am Markt. Sowohl Bullen als auch Bären wurden wiederholt liquidiert – dies ist eine typische „Harvesting-Marktphase“.
Das schwierigste an solchen Märkten ist: Wer Positionen hält, kann plötzlich vom Trend überrollt werden, beim Verfolgen des Trends droht hingegen eine sofortige Umkehr. Der Preis bewegt sich durch starke Ausschläge, Scheinbrüche und schnelle Rücknahmen, was die Positionen und Nerven der Trader kontinuierlich strapaziert.
Besonders Ethereum zeigte übertriebene Schwankungen, mit einer intraday-Amplitude von über 11%. Das ETH/BTC-Verhältnis stieg zeitweise um etwa 5%, Kapitalrotationen waren kurzfristig sehr deutlich.
Als Nächstes wird der Fokus des Marktes allmählich auf das FOMC-Meeting nächste Woche gerichtet. Da sich die Markterwartungen laufend ändern, könnten jede hawkishe Andeutungen erneut die Risikoanlagen belasten. Bis zur tatsächlichen Entscheidung dürften hohe Volatilität und starke Meinungsverschiedenheiten weiter das Geschehen bestimmen.
Heute befindet sich der Markt wieder im Wochenend-Modus mit niedriger Liquidität, wobei nachlassende Handelsaktivität zu ungewöhnlichen Preisbewegungen führen kann. Die Richtung ist aktuell weniger entscheidend – entscheidend ist die Kontrolle der Positionsgröße und striktes Setzen von Stop-Losses.
₿ BTC
Meinung: Seitwärtsbewegung am Tag, Short nahe Hoch, Long nahe Tief – keine Trendverfolgung.
BTC fiel nach den CPI-Daten schnell zurück; die Trends in kurz- und mittelfristigen Zyklen sind erneut auseinander gelaufen.
Der aktuelle RSI liegt bei ca. 55,5, weiterhin im neutral bis starken Bereich – dies zeigt, dass die Bullen das Zepter noch nicht völlig aus der Hand gegeben haben. Der EMA der letzten 50 Perioden auf 4-Stunden-Basis bleibt über dem EMA der letzten 200 Perioden, die mittelfristige Erholungsstruktur, gebildet seit Ende August, bleibt bisher intakt.
Kurzfristig hat die Dynamik jedoch deutlich nachgelassen.
Der 4-Stunden-RSI fiel auf etwa 43,3 und befindet sich nun im schwachen Bereich, was auf abnehmende Aufwärtsdynamik deutet. Es ist daher aktuell nicht ratsam, blind Short zu gehen, aber auch nicht ratsam, einen Rebound zum Long zu nutzen.
Am Wochenende empfiehlt sich weiterhin die Boxstrategie:
Beobachten Sie Long-Chancen nahe 76.000–76.500; bei Rebounds in den Bereich 78.000–78.500 achten Sie auf Widerstände und Gewinnmitnahmen.
Erst bei einem echten Ausbruch aus der Range sollte das Trend-Mindset angepasst werden.
Support: 76.000-76.500
Widerstand: 78.000-78.500, 79.300
⟠ ETH
Meinung: Range-Trading, Short nahe Hoch, Long nahe Tief – kurzfristig auf überkaufte Rückschläge achten.
ETH war gestern der absolute Fokus des Marktes – nicht nur der Preis schwankte stark, auch das ETH/BTC-Verhältnis zeigte deutliche Stärke.
Mittelfristig bleibt die Struktur relativ stark. Der Preis hält sich weiterhin über einer wichtigen Fibonacci-Zone, früherer Widerstand verwandelt sich allmählich in Unterstützung; die Bollinger Bänder im 4-Stunden-Chart weiten sich aus, das Moving-Average-System verbessert sich, und das MACD-Golden-Cross signalisiert, dass die Bullen weiterhin gewisse Vorteile haben.
Kurzfristig zeigt sich jedoch eine deutliche Überhitzung.
Nach einem schnellen Ausschlag auf 2.667 gab es eine starke Korrektur; KDJ und RSI auf Stundenbasis drehen gleichzeitig nach unten, was zeigt, dass Gewinne am Hochpunkt realisiert werden. Kurzfristig besteht Bedarf für weitere Konsolidierung und Rückschläge.
Der größte Fehler wäre aktuell, nach der starken ETH-Bewegung blind Kaufpositionen aufzubauen.
Kann die Zone von 2.500–2.460 das Niveau halten, bleibt die mittelfristige Stärke erhalten; kommt es bei einem Rebound auf 2.550–2.610 erneut zu stockenden Anstiegen, sollte mit einer neuen Hochpreis-Korrektur gerechnet werden.
Support: 2.500, 2.460
Widerstand: 2.550, 2.580–2.610

