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Ölpreise über 100 Dollar und die drohende Zinserhöhung setzen die globalen Anleihemärkte unter Druck – wovor haben die Händler Angst?

Ölpreise über 100 Dollar und die drohende Zinserhöhung setzen die globalen Anleihemärkte unter Druck – wovor haben die Händler Angst?

智通财经智通财经2026/09/11 10:01
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⑴ Der globale Anleihemarkt erlebte einen heftigen Ausverkauf, wobei die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen an die wichtige psychologische Schwelle von 5% heranrückte. Die durchschnittliche Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihen der sieben führenden Industrieländer stieg diese Woche um fast 20 Basispunkte und verzeichnete damit die schlimmste Wochenentwicklung seit Ausbruch des Nahost-Konflikts.⑵ Die zweijährige Rendite, die stärker auf Inflation und Zinserwartungen reagiert, stieg im Durchschnitt sogar um mehr als 20 Basispunkte. Besonders betroffen waren Italien und Großbritannien, die stark von Energieimporten abhängig sind. Die Wetten der Märkte auf eine straffere Geldpolitik nehmen rapide zu.⑶ Der Preis für Brent-Rohöl durchbrach nach Überschreiten der 100-Dollar-Marke pro Fass weiter nach oben und legte innerhalb einer Woche um rund 13% zu. Die Sorge um die Lieferketten verstärkte sich durch die hawkischen Signale der Europäischen Zentralbank, und die US-Erzeugerpreisdaten schürten die Entwicklung zusätzlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank nächste Woche die Zinsen anhebt, stieg innerhalb einer Woche von weniger als der Hälfte auf über 70%.⑷ Geopolitische Risiken, steigende Ölpreise, Inflationsängste, eine harte Haltung der Zentralbanken und die Sorge um Haushaltsdefizite wirken zusammen und werden von Analysten als perfekter Sturm zur Erhöhung der globalen Renditen bezeichnet. Sollte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen dauerhaft über 5% bleiben, könnte dies zu einem Wettbewerb um Kapital mit dem Aktienmarkt führen und die Kosten für Hypotheken, Konsumentenkredite und Unternehmensfinanzierungen in die Höhe treiben.⑸ Die am Freitag bevorstehenden US-Inflationsdaten gelten als der wichtigste Bericht vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank. Sollten die Zahlen stark ausfallen, dürfte die 5%-Marke kaum zu halten sein. Auch die Zinsentscheidungen der australischen Zentralbank und der Bank of Japan nächste Woche könnten die Märkte bewegen. Kurzfristig dürfte somit an den Märkten keine Ruhe einkehren.
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