US-PPI im August übertrifft Erwartungen, Erwartung auf Zinserhöhung durch die Federal Reserve steigt
Am Donnerstag (10. September) erlebten die globalen Finanzmärkte starke Turbulenzen, wobei der Goldpreis deutlich zurückging. Der Spot-Goldpreis fiel zeitweise um fast 2 % und erreichte ein Tagestief von 4.313,58 US-Dollar pro Unze, bevor er sich zum Handelsschluss nahe 4.316 US-Dollar einpendelte. Am Freitag (11. September) bewegte sich Spot-Gold in der asiatischen Frühbörse weiterhin auf niedrigem Niveau und wird aktuell um 4.325 US-Dollar pro Unze gehandelt.
Der jüngste Anstieg der Ölpreise hat die globalen Inflationserwartungen direkt nach oben getrieben. Der US-Produzentenpreisindex (PPI) für August zeigte, dass die Energiepreise gegenüber dem Vormonat um 4,2 % stark gestiegen sind und damit einen zweimonatigen Rückgang beendeten; der Dieselpreis explodierte sogar um 24,1 % und machte mehr als ein Drittel des gesamten Anstiegs bei den Warenkosten aus. Die Erzeugerpreise für Waren stiegen insgesamt um 1,1 %. Dieser energiegetriebene Inflationsdruck übertrug sich rasch auf die Finanzmärkte und führte zu einer Neubewertung der Geldpolitik – und wurde so zu einem der Hauptfaktoren für den Druck auf den Goldpreis.
Ein weiterer Schlüsselfaktor war die vom US-Arbeitsministerium veröffentlichte PPI-Zahl für August. Der US-PPI lag im Jahresvergleich 5,4 % höher und damit über den Markterwartungen von 5,3 %. Der Kern-PPI stieg im Jahresvergleich um 4,6 % und erfüllte damit die Prognosen. Nach der Veröffentlichung der Daten bewerteten die Geldmärkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September mit über 70 % und preisten spätestens im Oktober eine weitere Zinserhöhung vollständig ein. Die für Freitag erwarteten CPI-Daten für August werden entscheidend für die Frage sein, ob die FED in der kommenden Woche erneut die Zinsen anhebt.
Nach Einschätzung von Guangda Futures verzeichneten die Edelmetall-Spots in London über Nacht deutliche Schwächen. Einerseits lagen die US-PPI-Daten für August über den Erwartungen, was die Marktaussicht auf eine Zinserhöhung der FED im September weiter erhöhte und die Renditen für US-Staatsanleihen deutlich steigen ließ. Andererseits setzte die Europäische Zentralbank eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte um, wodurch sich die globalen Straffungserwartungen verstärkten. Zeitgleich stiegen die Rohölpreise stark an und die Inflationserwartungen zogen erneut an. Die Märkte warten nun gespannt auf die CPI-Daten der USA heute Abend, da damit die Schwankungen am Goldmarkt weiter zunehmen könnten.
Redakteur: Zhu Henan

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