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Die Unsicherheit über die Rohölstromdaten der Straße von Hormus führt weiterhin zu einem Anstieg des Risikoaufschlags bei den Ölpreisen.

Die Unsicherheit über die Rohölstromdaten der Straße von Hormus führt weiterhin zu einem Anstieg des Risikoaufschlags bei den Ölpreisen.

智通财经智通财经2026/09/09 11:26
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⑴ Aufgrund der erneuten Angriffe der von Iran unterstützten Huthi-Miliz auf saudische Energieanlagen und der Warnung Irans, einen „Wirtschaftskrieg“ gegen die USA zu führen, ist der Brent-Rohölpreis auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit dem 24. Juli erreicht. Die Straße von Hormus ist zum zentralen Brennpunkt der Konfrontation zwischen den USA und Iran geworden. Gegenwärtig gibt es erhebliche Unterschiede bei den Schätzungen zum tatsächlichen Rohöl-Durchsatz durch die Meerenge. ⑵ Vor Beginn des Konflikts lag das tägliche Rohöltransportvolumen durch die Straße von Hormus stabil bei etwa 20 Millionen Barrel, was etwa einem Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs entspricht. Inzwischen schalten viele Öltanker ihre Transponder aus und fahren „unsichtbar“, zudem haben die USA kommerzielle Satellitenunternehmen angewiesen, die Bereitstellung von Bildmaterial aus der Golfregion zu verzögern. Daher ist das tatsächliche Transportvolumen schwer genau zu ermitteln, und Analysten greifen auf Satellitenbilder, Hafenaufzeichnungen, den Tiefgang der Tanker und die Importe der Raffinerien zurück, um die Zahlen rückwirkend aus verschiedenen Perspektiven zu rekonstruieren. ⑶ Zwischen den USA und dem Schifffahrtsdatenanbieter Kpler gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Durchsatzberechnung: Die US-Energieministerin erklärte, dass am 31. August mehr als 17 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge passiert hätten; Kpler hingegen geht davon aus, dass es an diesem Tag nur etwa 6 Millionen Barrel waren. Laut Kpler betrug das durchschnittliche tägliche Rohölvolumen durch die Meerenge im August etwa 4,3 Millionen Barrel und in den ersten sechs Septembertagen fast 5 Millionen Barrel, wobei das Volumen jüngst wieder deutlich zurückging. Teilweise ergeben sich diese Unterschiede aus den unterschiedlichen Berechnungsmethoden; zudem führen "unsichtbare" Tanker dazu, dass das tatsächliche Volumen über den Schätzungen liegen kann. ⑷ Der Mangel an verlässlichen Informationen ist inzwischen selbst zu einem entscheidenden Einflussfaktor für den Ölpreis geworden: Der Markt bewertet weiterhin geopolitische Risikoprämien ein. Diese Prämie könnte sich noch mehrere Monate im Ölpreis widerspiegeln. Erst eine Entspannung der Konfrontation zwischen den USA und Iran könnte dem Markt klarere Durchflussdaten liefern. Die iranische Wirtschaft steht unter Druck durch die Kriegshandlungen und die Exportblockade, besitzt aber weiterhin die Möglichkeit, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören. In naher Zukunft plant Iran zudem, ein neues eingeschränktes Seegebiet im Golf festzulegen; die Unsicherheiten bleiben daher bestehen.
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