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Gerüchte über eine erneute Preiserhöhung für PC-CPUs um 10% im Oktober, Investmentbank Northland stuft Intel (INTC.US) auf „Outperform“ hoch: Serverknappheit verleiht Preissetzungsmacht

Gerüchte über eine erneute Preiserhöhung für PC-CPUs um 10% im Oktober, Investmentbank Northland stuft Intel (INTC.US) auf „Outperform“ hoch: Serverknappheit verleiht Preissetzungsmacht

智通财经智通财经2026/09/08 13:46
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Die Investmentbank Northland Securities hat die Bewertung von Intel (INTC.US) von „market perform“ auf „outperform“ angehoben und das neue Kursziel auf 120 US-Dollar festgelegt.

Laut Informationen der Zhihui Finance APP hat das Investmenthaus Northland Securities die Bewertung von Intel (INTC.US) von „Marktperformer“ auf „Outperformer“ angehoben und das neueste Kursziel auf 120 US-Dollar gesetzt. Zuvor hatten Akteure der Lieferkette angegeben, dass Intels PC-CPU-Preise am 5. Oktober 2026 voraussichtlich erneut um etwa 10 % erhöht werden.

Angetrieben durch die Gerüchte über Preiserhöhungen stieg der Intel-Aktienkurs im vorbörslichen Handel um mehr als 5 %.

Analyst Gus Richard betonte, dass das Unternehmen in seinem Transformationsprozess „substantielle Fortschritte“ erzielt habe. Zudem wies er darauf hin, dass Intel weiterhin von dem anhaltenden Mangel an Server-CPUs profitieren könnte. Darüber hinaus werde die Zusammenarbeit von Intel und Tesla im Terafab-Halbleiterprojekt Intels Foundry-Geschäft „deutlich stärken“.

Laut Angaben aus der Lieferkette wird Intel die Preise für PC-CPUs am 5. Oktober 2026 voraussichtlich erneut um 10 % anheben. Gleichzeitig könnte die produktionsschwache Low-End-Produktreihe mit niedrigen Margen eingestellt werden (End of Life, EOL). Die Optimierung der Profitabilität durch den Wegfall margenschwacher Produkte ist der zentrale Ansatz von Intels CEO Pat Gelsinger in der aktuellen Strategierunde.

Ab Ende 2025 werden aufgrund deutlich steigender Gesamtkosten die Preise für Intels PC-CPUs kontinuierlich angehoben. Im ersten Quartal 2026 erfolgt eine Erhöhung von etwa 10 %, im Juli werden erneut Preise für ausgewählte Consumer- und Server-CPUs angepasst, wobei einzelne Modelle um mehrere Dutzend bis über tausend US-Dollar teurer werden.

Brancheninstitute schätzen, dass die globale PC-Auslieferungsmenge im Jahr 2026 etwa 260 Millionen Einheiten betragen wird und 2027 leicht auf 250 Millionen Einheiten zurückgeht. Dies liegt nicht an einem starken Rückgang der PC-Nachfrage, sondern vielmehr daran, dass Bauteile wie Speicher und Leiterplatten (PCB) zuletzt deutlich teurer geworden sind und der Kostendruck auf Komplettsysteme weiter zunimmt.

2026 verfügen PC-Hersteller noch über einen Teil älterer, günstiger Lagerbestände, was die durch die Bauteilpreissteigerungen verursachten Kosten abfedert. Daher werden die Preise für Endgeräte nur begrenzt steigen. Ab 2027 aber gehen Produkte mit neuen, teureren Bauteilen in die Massenproduktion, was den Preisdruck bei PCs weiter erhöht und die Austauschbereitschaft der Nutzer beeinträchtigen könnte.

Vor dem Hintergrund einer erwarteten leichten Abschwächung des PC-Endgerätemarktes im Jahr 2027 verdeutlicht Intels fortgeführte Preiserhöhung bei CPUs, dass die Steigerung der Bruttomarge oberste Priorität hat. Die bisherige Strategie, die Marktanteile durch Preissenkungen auszubauen, ist somit nicht mehr anwendbar.

Laut Branchenkreisen wird durch den Rückzug von Intels margenschwachen Entry-Produktlinien nicht zwangsläufig der Haupt-PC-Markt beeinträchtigt, sondern vielmehr der Industrie-PC- (IPC), IoT- sowie Embedded-Bereich, die durch lange Produktlebenszyklen gekennzeichnet sind. Sobald in diesen Bereichen Nachfrage entsteht, könnten Anbieter aus dem Arm-Lager wie Qualcomm und MediaTek einsteigen – insbesondere Arm-SoCs bieten im IPC-, Edge-Computing- und IoT-Markt Vorteile durch hohe Integration und niedrigen Stromverbrauch.

Server-CPU-Geschäft „noch herausfordernder“ – Kapazitätsengpässe anhaltend

Jüngste Berichte zeigen, dass das Server-CPU-Geschäft für Intel noch wesentlich schwieriger ist als das Geschäft mit PC-CPUs. Intel sieht sich weiterhin mit anhaltenden Engpässen bei Server-CPUs konfrontiert. Das Management schätzte, dass die Server-CPU-Auslieferungen zwischen 2026 und 2028 zweistellig wachsen und der Aufschwung bis 2028 anhält.

Die Lieferkette berichtet, dass Intel bei der Auslastung der eigenen Fabs Server-CPUs priorisiert. Diese Sparte erzielt zudem höhere Margen als die von TSMC gefertigten Produkte. Trotzdem bleibt das Angebot an Server-CPUs angespannt und verdrängt die PC-CPU-Kapazitäten. Will Intel das Server-CPU-Geschäft weiter ausbauen, könnten einige Aufträge an TSMC ausgelagert werden.

Wedbush-Analyst Matt Bryson betonte kürzlich, dass der fortwährende Server-CPU-Mangel Intel Preisgestaltungsspielraum verschafft, ohne die Nachfrage negativ zu beeinflussen. Momentan sei nicht die Frage, ob Intel die Preise erhöht, sondern an welcher Stelle in der Lieferkette. Da Server-Chips einen größeren Anteil an Intels Geschäft ausmachen, würde eine breite Umsetzung der Preisanpassungen bedeuten, dass Intel nach Jahren wieder seine Preissetzungsmacht erlangt – ein Spiegelbild der angespannten Angebotslage.

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