Die Europäische Zentralbank wird diese Woche voraussichtlich die Zinsen anheben, und der Markt konzentriert sich auf mehrere zentrale Fragen.
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智通财经2026/09/07 07:06Original anzeigen
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1. Der Markt hat die erwartete Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um 25 Basispunkte auf 2,5 % am Donnerstag bereits vollständig eingepreist. Dies ist eine direkte Reaktion auf die anhaltenden Energiepreiserhöhungen infolge des Nahost-Konflikts sowie die Tatsache, dass die Inflationsrate im Euroraum im August wieder über 3 % gestiegen ist. Informierten Kreisen zufolge ist die EZB auf diese Zinserhöhung vorbereitet, ihre Haltung entspricht dem Protokoll der Juli-Sitzung. Analysten der ING bezeichnen dies als eine „eher taubenhafte Zinserhöhung”, die einen defensiven Charakter hat.2. Für die Zeit nach September besteht Uneinigkeit, ob weitere Zinserhöhungen folgen. Händler rechnen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit einer erneuten Zinserhöhung im Dezember, eventuell sogar einer Fortsetzung bis ins nächste Jahr, was die anhaltende Übertragung der gestiegenen Energiekosten widerspiegelt. Die Mehrheit der Ökonomen sieht jedoch nur noch begrenzten Spielraum für weitere Zinserhöhungen, da diese das Wirtschaftswachstum belasten könnten. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass die energiegetriebene Inflation auf andere Bereiche übergreift – im Dienstleistungssektor geht die Inflation sogar zurück, der Arbeitsmarkt bleibt schwach und das Lohnwachstum verlangsamt sich. Die Übertragung von Energiepreisen auf die Kerninflation bleibt weiterhin ein zentraler Fokus des Marktes.3. Die Europäische Zentralbank wird auf dieser Sitzung die neuesten Wirtschaftsprognosen veröffentlichen. Ökonomen erwarten, dass sich die Inflations- und Wachstumsprognosen weitgehend nicht verändern, einige gehen von einer leichten Anhebung der BIP-Prognose aus. Jüngste Daten zeigen, dass sich die Wirtschaft im Euroraum besser als erwartet entwickelt hat; laut S&P Global-Daten für August verzeichnete die Geschäftstätigkeit weiterhin ein robustes Wachstum, das Expansions-Tempo blieb gegenüber Juli unverändert.4. Die frühere Intervention des US-Finanzministeriums durch den Verkauf von Euro und Kauf von Yen hat nur begrenzte direkte Auswirkungen auf die Politik der Europäischen Zentralbank. Quellen berichten jedoch, dass diese Maßnahme, zusammen mit den jüngsten Anleiherückkauf-Interventionen, bei den Verantwortlichen der EZB Bedenken weckt, dass in Zukunft weitere unkonventionelle Maßnahmen etablierte Praktiken aufbrechen könnten. Besonders unzufrieden sind europäische Offizielle darüber, dass die USA Details des Handels im Vorfeld nicht wie üblich mitgeteilt haben. Analysten von Barclays weisen darauf hin, dass die letzte global koordinierte Intervention zur Stützung des Yen im Jahr 2011 stattfand, damals war auch die EZB beteiligt. Der Unmut resultiert dieses Mal vor allem aus mangelnder Vorabinformation.5. Der weltweite Anstieg der Anleiherenditen führt zu einer Verschärfung der Finanzierungsbedingungen und nimmt der EZB einen Teil der Straffungsarbeit ab. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen aus Frankreich, Italien und Deutschland sind im laufenden Jahr kräftig gestiegen, wobei die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe von etwa 2,35 % zu Jahresbeginn auf rund 3,40 % angezogen ist. Der Makrostratege von State Street Bank erklärte, dass die EZB beim Thema Langläufer äußerst vorsichtig agiere und nur dann eingreifen würde, wenn sich die Renditeentwicklung klar von den Fundamentaldaten abkopple – was gegenwärtig nicht der Fall sei.
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