US-Militär greift iranischen Öltanker an und löst geopolitische Risiken aus, Brent-Ölpreis klettert zeitweise nahe an 97 US-Dollar heran
Nach dem Angriff des US-Militärs auf einen iranischen Öltanker und der anschließenden Bekanntgabe Irans, eine neue Sperrzone außerhalb der Straße von Hormuz festzulegen, verstärkten sich die Befürchtungen über eine langfristige Behinderung wichtiger Energie-Transportwege, was zu einem Anstieg der internationalen Ölpreise führte.
Laut Informationen von Zhisheng Finance APP sind die internationalen Ölpreise sprunghaft gestiegen, nachdem das US-Militär einen Angriff auf iranische Öltanker durchgeführt und der Iran daraufhin außerhalb der Straße von Hormus ein neues Sperrgebiet erklärt hat. Hintergrund ist die zunehmende Sorge des Marktes, dass die wichtigsten Energie-Transportwege langfristig beeinträchtigt werden könnten.
Brent-Rohöl stieg im frühen Handel zeitweise um 0,8 % und näherte sich der Marke von 97 US-Dollar pro Barrel; WTI-Öl wurde in der Nähe von 92 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Die USA erklärten, sie hätten am vergangenen Wochenende drei iranische Öltanker angegriffen und einen davon versenkt, um auf einen ballistischen Raketenangriff des Iran auf ein US-Kriegsschiff zu reagieren.
Berichten zufolge antwortete ein ranghoher iranischer Sicherheitsbeamter, dass in den kommenden Tagen außerhalb der Straße von Hormus ein neues Sperrgebiet festgelegt werde, das von der Blockadelinie des US-Militärs bis zu einem Teil des Persischen Golfs reicht. Der Iran behauptete ebenfalls, drei Öltanker getroffen zu haben, diese Angaben konnten jedoch nicht unabhängig bestätigt werden.
Zuvor hatte es nach einer kurzen Phase relativer Ruhe erneut Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran gegeben, was die Ölpreise in der letzten Woche stark ansteigen ließ. Aufgrund der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten sowie des russisch-iranischen Krieges ist Brent-Rohöl seit Jahresbeginn bereits um knapp 60 % gestiegen, wobei die Preise für raffinierte Produkte wie Diesel sogar noch stärker zugelegt haben.
US-Energieminister Chris Wright erklärte, die militärische Präsenz der USA in der Golfregion werde nicht abgeschwächt. Aktuell gebe es sowohl die Blockadelinie zur Unterbindung von Irans Ölexporten als auch Schutzmaßnahmen für den sicheren Schiffsverkehr anderer Handelsschiffe. Wright gab letzte Woche an, dass täglich mehrere Millionen Barrel Rohöl durch die Straße von Hormus exportiert werden.
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