Rückkehr auf 4.400 US-Dollar, der internationale Goldpreis erlebt eine starke Erholung.
Am 3. September 2026 erlebte der internationale Goldpreis nach einer mehrtägigen Korrektur eine starke Rebound-Bewegung auf neue Höhen. Der Spot-Goldpreis zog deutlich an und stieg im Tagesverlauf um fast 1 %, womit er erneut die Marke von 4.400 US-Dollar pro Unze überschritt. Die New Yorker Gold-Futures zogen ebenfalls an und erreichten ein Tageshoch von 4.456,9 US-Dollar pro Unze, was einem Tagesanstieg von nahe 1 % entspricht.
Laut aktuellen Nachrichten stieg die US-ADP-Beschäftigtenzahl für August, die Anfang September veröffentlicht wurde, um 38.000 Personen – deutlich unter den Markterwartungen von 47.000 und der niedrigste Wert seit Januar dieses Jahres. Zudem wurde der Vormonatswert auf 46.000 nach oben korrigiert; das Lohnwachstum bei Jobwechslern fiel auf 7,3 %. Zusammen mit den zuvor veröffentlichten, ebenfalls unter den Erwartungen liegenden Daten wie dem PMI und der Zahl der offenen Stellen deutet dies darauf hin, dass die restriktive Geldpolitik der Federal Reserve beginnt, die Realwirtschaft zu belasten – was wiederum den Zinserwartungen einen Dämpfer versetzt. Dies führte dazu, dass der US-Dollar-Index im Tagesverlauf den größten Rückgang der letzten Zeit verzeichnete und sorgte somit direkt für die Gold-Rally.
Guotai Haitong Securities ist der Ansicht, dass Gold vor dem Hintergrund einer neuen Ent-Dollarisierungs-Dynamik weiterhin Aufwärtspotenzial habe, wofür die zuletzt steiler verlaufende US-Staatsanleihen-Zinskurve ein Beleg sei. Hinzu komme das Risiko parteipolitischer Konflikte um den neuen US-Haushalt im September und Oktober, weshalb man genauer verfolgen sollte, wie sich wachsende Fiskalrisiken weiter als Katalysator für den Goldpreis auswirken. Nach einer fast zweimonatigen Phase mit Seitwärtsbewegung kehrte der Goldpreis im August in einen Aufwärtstrend zurück; schwächere US-Arbeitsmarktzahlen, abnehmende Markterwartungen an eine weitere Verschärfung durch die Federal Reserve, der schwächelnde US-Dollar sowie die anhaltenden Goldkäufe der Zentralbanken bilden gemeinsam die Grundlage für Unterstützung, wobei vor allem die Zentralbankkäufe den Goldpreis mittelfristig weiter nach unten absichern.
Redakteur: Zhu Henan

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