Tesla (TSLA.US) erlebt im europäischen Automarkt gegensätzliche Entwicklungen: Im August steigt die Zahl der Zulassungen in Frankreich um 279 %, während sie in Norwegen um 79 % einbricht.
Die Fahrzeugzulassungszahlen von Tesla (TSLA.US) zeigten im August auf mehreren europäischen Märkten unterschiedliche Entwicklungen: Während die Zulassungen in Frankreich und Dänemark im Jahresvergleich stark anstiegen, verzeichneten Norwegen und Schweden einen deutlichen Rückgang.
Laut Informationen von Zhihui Finance APP zeigte Teslas (TSLA.US) Fahrzeugzulassungsstatistik im August auf mehreren europäischen Märkten eine divergierende Entwicklung: Während die Zulassungszahlen in Frankreich und Dänemark im Vergleich zum Vorjahr stark anstiegen, verzeichneten Norwegen und Schweden deutliche Rückgänge. Nach Angaben lokaler Automobilverbände schnellten die Neuzulassungen von Tesla (oft als Frühindikator für Absatz gesehen) in Frankreich um 279 % und in Dänemark um 104 % nach oben. Gleichzeitig sanken die Zulassungszahlen in Norwegen im Vorjahresvergleich um 79 % und in Schweden um 41 %.
Nach zwei Jahren rückläufiger Jahresverkäufe erholt sich 2024 der Absatz von Tesla auf dem europäischen Markt, was vor allem auf eine niedrige Basis im Vorjahr, gestiegene Kraftstoffpreise, staatliche Kaufanreize und eine weiterhin wachsende Nachfrage nach Elektroautos zurückzuführen ist. Die Zulassungsdaten der beiden größten europäischen Automobilmärkte – Großbritannien und Deutschland – werden noch in dieser Woche veröffentlicht.
Die Entwicklung in den einzelnen Ländern unterscheidet sich jedoch deutlich. Besonders hervorzuheben ist Teslas starke Performance in Frankreich – seit 2026 hat Tesla dort kumuliert bereits mehr als 20.000 Fahrzeuge verkauft, was die Spitzenposition in ganz Europa bedeutet. Das starke Wachstum lässt sich sowohl auf einen Basiseffekt als auch auf die Erhöhung lokaler Kaufprämien sowie Erwartungen zur Einführung der FSD-Funktion zurückführen.
Ab September 2025 wird in Frankreich ein Förderprogramm für das Leasing von Elektrofahrzeugen eingeführt, das anspruchsberechtigten Familien eine maximale Leasingprämie von 7.000 Euro bietet; zudem gewährt Tesla zwischen dem 7. Juli und 30. September 2026 eine zusätzliche Umtauschprämie von 5.000 Euro für Alt gegen Neu. Das Model Y von Tesla ist außerdem auf der Liste der für den französischen Öko-Bonus (Bonus écologique) zugelassenen Fahrzeuge.
Im Vergleich dazu musste Tesla auf dem nordischen Markt herbe Rückschläge verkraften. Die Lage in Norwegen ist besonders ernst – im Juli lag die Anzahl der Tesla-Neuzulassungen bei nur 24 Fahrzeugen, was im Vergleich zu 715 im Vorjahresmonat einem Einbruch von 97 % entspricht. Zwischen Juni (3.222 Fahrzeuge) und Juli (24 Fahrzeuge) ging die Zahl der Zulassungen um über 99 % zurück. Im August stieg die Zahl zwar wieder auf 627 Fahrzeuge, liegt jedoch immer noch 79 % unter dem Vorjahreswert.
Analysten sehen die massiven Schwankungen auf dem norwegischen Markt als Folge mehrerer sich überlagernder Faktoren:
Zum einen spielt die Vorverlagerungseffekt der Förderpolitik eine Rolle. Norwegen hatte zuvor sehr umfangreiche Anreizprogramme für den Kauf von Elektrofahrzeugen eingeführt, weshalb viele Käufer vor der 2026 geplanten Kürzung der Steuervorteile ein neues Fahrzeug anschafften und damit die diesjährige Nachfrage stark vorweggenommen wurde. Als Land mit der höchsten Elektroauto-Durchdringung der Welt wirken sich politische Änderungen dort besonders unmittelbar auf den Markt aus.
Zum anderen wirkt sich der Lieferzyklus aus. Tesla verfolgt auf europäischen Märkten üblicherweise eine Strategie konzentrierter Auslieferungen zum Quartalsende – daher ist der Juni als Abschlussmonat des zweiten Quartals meist ein Auslieferungshoch, während der Juli als erster Monat des neuen Quartals natürliche Rückgänge zeigt. Der starke Absturz liegt diesmal aber deutlich über dem normalen Ausmaß saisonaler Schwankungen.
Hinzu kommt die zunehmende Konkurrenz. In Teslas „Abwesenheit“ im Juli haben andere Marken die entstandene Lücke rasch geschlossen. Besonders chinesische Marken legten zu – Xpeng und BYD erreichten im August in Norwegen zusammen einen Marktanteil von 11,4 %, verglichen mit 4,9 % im Vorjahr; beide Marken konnten ihre Zulassungszahlen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Volkswagen führte mit 1.457 Neuzulassungen (10,8 % Marktanteil) im August die norwegische Markenstatistik an, gefolgt von Toyota mit 1.328 Fahrzeugen. Tesla bleibt zwar bis dato 2024 weiterhin die meistverkaufte Marke in Norwegen, doch der Vorsprung schrumpft rapide – der Abstand zu Toyota reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 9.173 auf 3.740 Fahrzeuge.
Auch der schwedische Markt steht unter Druck, mit einem Rückgang der Zulassungen im August um 41 %. Schon im Juli waren Teslas Neuzulassungen in Schweden um 60 % gesunken.
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