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Hinter dem 35 Milliarden Dollar Cloud-Großauftrag von Anthropic steckt tatsächlich Nvidia als wahrer Eigentümer.

Hinter dem 35 Milliarden Dollar Cloud-Großauftrag von Anthropic steckt tatsächlich Nvidia als wahrer Eigentümer.

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/01 03:18
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Anthropic hat einen 35 Milliarden Dollar schweren Großauftrag mit dem Cloud-Service-Anbieter Lambda unterzeichnet, doch der wahre Gewinner im Hintergrund ist NVIDIA. NVIDIA verkauft nicht nur Chips an Lambda und hält Investitionen, sondern sichert sich auch im Voraus Mietverträge für die Rechenzentren, die die Rechenleistung tragen, und wird so leise zum „unsichtbaren Vermieter“ dieses größten Cloud-Service-Deals in der KI-Geschichte. Somit profitiert NVIDIA gleichzeitig in mehreren Gliedern der Lieferkette.

Der 35-Milliarden-Dollar-Cloud-Service-Megadeal, den Anthropic abgeschlossen hat, wurde offiziell mit dem Cloud-Anbieter Lambda unterzeichnet, doch der eigentliche Inhaber des Mietvertrags für das Rechenzentrum und damit der „Vermieter“ ist in Wirklichkeit Nvidia.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal am Dienstag hat Anthropic mit dem von Nvidia unterstützten Cloud-Anbieter Lambda einen Cloud-Service-Vertrag im Wert von 35 Milliarden Dollar abgeschlossen. Das für die Bereitstellung der Rechenleistung verantwortliche Rechenzentrum wird jedoch von Hut 8 im texanischen Nueces County errichtet; Nvidia hat vor einigen Wochen einen separaten Vertrag mit Hut 8 abgeschlossen und sich die Kapazität gesichert und hält somit den Mietvertrag für das Rechenzentrum tatsächlich selbst.

In dieser Struktur ist die Rolle von Lambda eher die eines Zwischenhändlers in der Lieferkette für Rechenleistung – sie installieren die bei Nvidia gekauften Chips in Räumen, die Nvidia selbst gemietet hat, und liefern die Cloud-Services schließlich an Anthropic aus. Nvidia ist sowohl Lamdbas Chiplieferant als auch Investor und hält nun zusätzlich den Mietvertrag für das Rechenzentrum – und profitiert auf mehreren Ebenen von diesem Geschäft.

Das Volumen von 35 Milliarden Dollar unterstreicht erneut die enorme Nachfrage führender Foundation-Model-Unternehmen nach grundlegender Rechenleistung und bietet einen weiteren Beleg für die anhaltende Nachfrage nach Nvidia-GPUs.

35-Milliarden-Dollar-Megadeal: Nvidia ist der eigentliche „Vermieter“

Der 35-Milliarden-Dollar-Cloud-Service-Vertrag zwischen Anthropic und Lambda ist eine der bislang größten Transaktionen im Bereich Cloud-Infrastruktur für KI.

Besonders an diesem Deal ist seine mehrschichtige Struktur: Anthropic ist der Endkunde für die Cloud-Services, Lambda der nach außen abschließende Anbieter, während das Rechenzentrum für die Rechenleistung tatsächlich von Nvidia gemietet wird.

Das Rechenzentrum wird von Hut 8 im texanischen Nueces County errichtet; Nvidia hat bereits vor einigen Wochen einen eigenen Vertrag mit Hut 8 unterzeichnet und sich die Kapazitäten dort frühzeitig gesichert. Das bedeutet, dass Nvidia tatsächlich der „Vermieter" ist, wenn Lambda die von Nvidia erworbenen Chips in diesen Räumlichkeiten installiert.

Lambda: Die Zwischenebene zwischen Angebot und Nachfrage nach Rechenleistung

Lambda ist ein auf GPU-Cloud-Computing spezialisierter Cloud-Service-Anbieter und wird von Nvidia finanziell unterstützt. In der aktuellen Transaktion übernimmt Lambda die Rolle als Bindeglied zwischen Chiplieferung und Model-Provider-Rechenbedarfen: Sie kaufen GPUs von Nvidia, installieren sie in von Nvidia gemieteten Rechenzentren und liefern Anthropic die Rechenleistung als Cloud-Service aus.

Berichten zufolge verhandelt Lambda aktuell über eine Pre-IPO-Finanzierungsrunde von bis zu 3 Milliarden Dollar, wobei die Bewertung auf über 12 Milliarden Dollar steigen könnte. In einer Finanzierungsrunde im November sammelte Lambda bereits über 1,5 Milliarden Dollar ein. Außerdem hat das Unternehmen im vergangenen Jahr eine Vereinbarung mit Microsoft getroffen und eine KI-Infrastruktur aufgebaut, die von zehntausenden Nvidia-Prozessoren betrieben wird.

Für Nvidia bedeutet dieses Geschäft ein mehrstufiges Engagement – der Konzern verkauft Lambda die Chips, partizipiert als Investor an dessen Wachstum und kontrolliert als Mieter des Rechenzentrums einen entscheidenden Teil der Wertschöpfungskette. Mit diesem Auftrag kann Nvidia seine Rolle in der Supply Chain für KI-Rechenleistung noch weiter ausbauen – über die reine Chiplieferung hinaus.

Ein weiteres Kapitel im Rüstungswettlauf um Rechenleistung

Das Volumen von 35 Milliarden Dollar ist ein weiteres Element in Anthropics Strategie zur Ausweitung seiner Rechenkapazitäten. Um dem rapiden Anstieg von Trainings- und Inferenzlasten zu begegnen, hat Anthropic zuletzt mehrere Großaufträge für Rechenleistung abgeschlossen – darunter ein Abkommen mit SpaceX über fast 45 Milliarden Dollar, eine 1,8-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit Akamai sowie den Einkauf von Chips und Cloud-Services bei Google. Der Lambda-Deal markiert einen weiteren Meilenstein im Ringen um Rechenkapazitäten mit Wettbewerbern wie OpenAI und Google.

Die Signalwirkung dieses Deals liegt darin: Auch wenn Anthropic bereits eigene Chips entwickelt und verschiedene Zulieferer erschließt, bleibt für die absehbare Zukunft der massive Zukauf von Nvidia-GPUs zentral für den Ausbau der Rechenleistung. Im Rahmen dieser Vereinbarung agiert Nvidia zugleich als Chiplieferant, Investor im Cloud-Service-Anbieter und Mieter des Rechenzentrums – das Engagement reicht deutlich weiter als reiner Hardware-Verkauf.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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