Heiße Temperaturen treiben Kühlbedarf an: US-Erdgas-Futures steigen leicht, LNG-Exportnachfrage erreicht höchsten Stand seit Ende Juni
Die US-Erdgas-Futures sind am Montag leicht gestiegen. Jüngste Wettervorhersagen deuten darauf hin, dass in den kommenden Tagen in weiten Teilen des Südens, Ostens und an der Ostküste der USA hohe Temperaturen erwartet werden. Die Nachfrage nach Klimaanlagen und Kühlung dürfte steigen, was wiederum den Erdgasbedarf der Stromerzeugungsbranche erhöht.
Laut der APP von Zhihui Finanznachrichten stiegen die US-Erdgas-Futures am Montag leicht an. Die jüngsten Wettervorhersagen zeigen, dass in den kommenden Tagen in vielen Städten im Süden, Osten und an der Ostküste der USA hohe Temperaturen erwartet werden. Die Nachfrage nach Klimaanlagen wird voraussichtlich steigen, was den Bedarf der Stromindustrie an Erdgas erhöht. Gleichzeitig hat das Freeport LNG-Terminal in Texas nach Abschluss der Wartungsarbeiten den Betrieb wieder aufgenommen, wodurch die Nachfrage nach Rohgas für US-LNG-Exportterminals auf den höchsten Stand seit Ende Juni gestiegen ist. Allerdings bleibt die US-Erdgasproduktion nahe dem Rekordniveau in diesem Jahr, was den Spielraum für weitere Preissteigerungen der Futures begrenzt.
Bis 22:37 Uhr Pekinger Zeit stiegen die US-Erdgas-Futures für die Lieferung im Oktober an der New Yorker Warenbörse um 0,7 Cent, was einem Plus von etwa 0,2% entspricht, und wurden mit 2,895 USD pro Million British Thermal Units (MMBtu) gehandelt.
Die neueste Wetterprognose von NatGasWeather.com zeigt, dass in der Zeit vom 31. August bis 5. September in vielen Städten im Süden, Osten und an der Ostküste der USA Temperaturen von über 100 Grad Fahrenheit auftreten könnten. Anhaltende hohe Temperaturen führen normalerweise dazu, dass Privatpersonen und Unternehmen ihre Klimaanlagen verstärkt nutzen, was den Strombedarf erhöht. Da Erdgas ein wichtiger Brennstoff für die US-Stromerzeugungsindustrie ist, bewirkt eine erhöhte Stromnachfrage in der Regel auch einen Anstieg des Erdgasverbrauchs.
Allerdings besteht hinsichtlich des wetterbedingten Nachfrageanstiegs nach Erdgas eine gewisse Unsicherheit. Eine der neuesten Prognosen zeigt eine Reduzierung um 11 Cooling Degree Days (CDD) im Vergleich zu früheren Berechnungen. Cooling Degree Days werden hauptsächlich verwendet, um den Grad und die Dauer der Temperaturüberschreitung eines bestimmten Schwellenwerts zu messen und sind ein wichtiger Indikator zur Bewertung der Nachfrage nach Klimaanlagen im Energiemarkt. Ein Rückgang der CDD-Prognose bedeutet, dass die kommenden Temperaturen zwar weiterhin hoch sein werden, die mögliche Nachfrage aber unter den bisherigen Erwartungen liegen könnte.
Neben den Wetterbedingungen unterstützt auch die steigende US-LNG-Exportnachfrage die Erdgaspreise. Das Freeport LNG-Terminal in Texas beendete letzte Woche die Wartungsarbeiten und nahm den Betrieb wieder auf, was die Nachfrage nach Rohgas im LNG-Exportbereich erhöhte.
Daten zeigen, dass die US-LNG-Exportterminals am Montag voraussichtlich etwa 19,6 Milliarden Kubikfuß Gas pro Tag erhalten werden, was gegenüber der Vorwoche einem Anstieg von 15,8% entspricht und die damit verbundene Erdgasnachfrage auf den höchsten Stand seit Ende Juni brachte.
Die Wiederaufnahme des Betriebs von LNG-Exportanlagen bedeutet, dass mehr US-Erdgas zu Verflüssigungsterminals exportiert und dann ins Ausland geliefert wird. Dies verringert meist das Angebot an Erdgas am US-Inlandsmarkt und sorgt typischerweise für eine gewisse Unterstützung der Erdgaspreise. Gleichzeitig wird erwartet, dass die US-Erdgasexporte nach Mexiko am Montag etwa 7,9 Milliarden Kubikfuß pro Tag erreichen, was einem Rückgang von 1,7% gegenüber der Vorwoche entspricht.
Trotz der positiven Auswirkungen der heißen Temperaturen und der Rückkehr der LNG-Exportnachfrage bleibt die starke US-Erdgasproduktion der wichtigste Faktor, der Preissteigerungen bremst. Daten zeigen, dass die Trockenproduktion von Erdgas in den unteren 48 US-Staaten am Montag voraussichtlich etwa 114,6 Milliarden Kubikfuß pro Tag erreicht, was einem Anstieg von 5,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Am Wochenende hat die Erdgasproduktion bereits fast das Rekordniveau dieses Jahres erreicht.
Eine anhaltend hohe Versorgung bedeutet, dass selbst bei steigendem Strombedarf und LNG-Exportnachfrage der US-Markt weiterhin über ausreichend Erdgas verfügt und somit den Anstieg der Futurespreise begrenzt.
Auf der Nachfrageseite wird erwartet, dass die Gesamtnachfrage nach Erdgas in den unteren 48 US-Staaten am Montag etwa 78,4 Milliarden Kubikfuß pro Tag beträgt, was einem deutlichen Anstieg von 17,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Daher zeigt der aktuelle US-Erdgasmarkt ein deutliches Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage. Einerseits könnte das heiße Wetter in den kommenden Tagen die Nachfrage nach Klimaanlagen und Strom erhöhen, und das Ende der Wartungsarbeiten beim Freeport LNG sorgt für eine Nachfrage nach Rohgas auf dem höchsten Niveau seit Ende Juni; andererseits liegt die tägliche US-Erdgasproduktion bei etwa 114,6 Milliarden Kubikfuß und nahe dem Rekordniveau des Jahres, sodass das weiterhin ausreichende Angebot den Preisanstieg begrenzt.
Unter dem Einfluss von Bullen- und Bärentraits stiegen die US-Erdgas-Futures am Montag nur leicht. In der nächsten Zeit werden die weitere Entwicklung der Wetterprognosen, die Stabilität der Nachfrage an den LNG-Exportterminals und die Frage, ob die US-Erdgasproduktion weiterhin Rekorde erreicht, entscheidende Faktoren für die Entwicklung der Erdgaspreise sein.
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