Solanas erster großer Governance-Zyklus hat Uneinigkeit darüber offenbart, wie das Netzwerk seine Transaktionsgebühren ändern sollte.
Anatoly Yakovenko ist der Ansicht, dass der Vorschlag ein echtes Problem anspricht, sagt jedoch, dass er zu viele Veränderungen auf einmal von den Abstimmenden verlangt. Währenddessen hat Charles Schwab SOL für die nächste Erweiterung seines Krypto-Handelsdienstes ausgewählt.
Toly möchte Solana-Gebührenreform aufteilen
SGP-0003 empfiehlt, Solanas feste Signaturgebühr abzuschaffen und diese durch eine Gebühr zu ersetzen, die sich nach dem Rechenaufwand einer Transaktion richtet.
Jede Transaktion muss denselben Grundbetrag zahlen, was im Hinblick auf kleinere Überweisungen als unfair erscheint. Doch sind diese im Nachteil, weil sie im Verhältnis zu den genutzten Netzwerkressourcen wesentlich mehr bezahlen.
Er befürwortet die Einführung von nutzungsbasierten Gebühren und glaubt, dass der vorgeschlagene Satz das Ungleichgewicht korrigieren würde. Seine Sorge gilt jedoch der Tatsache, dass der Vorschlag SGP-0003 diese Änderung mit der Frage verknüpft, wie der Satz in Zukunft festgelegt werden soll.
Ein einfacheres Verfahren, das die Arbeit auf zwei verschiedene Vorschläge aufteilt, wird vom Solana-Mitbegründer bevorzugt. Ein Vorschlag würde die feste Signaturgebühr ersetzen, und ein separater würde entscheiden, ob Validatoren den Satz festlegen oder ein automatisches System diesen anhand der aktuellen Netzwerkgebühren anpasst.
Er argumentiert, dass diese mehrfachen Entscheidungen Wähler abschrecken könnten, die sich nur für einen Teil des Vorschlags interessieren und daher ganz auf die Abstimmung verzichten oder gegen den gesamten Vorschlag stimmen.
Yakovenko merkte an, dass es kaum Widerstand gegen eine Gebühr auf Basis der Rechennutzung gibt.
Schwab wählt SOL für Krypto-Erweiterung
Während die Debatte um Solanas interne Ökonomie andauert, Charles Schwab bereitet sich darauf vor, den Zugang zu SOL zu erweitern.
Es wurde angekündigt, dass Chainlink, Solana und Avalanche in den kommenden Monaten in die Krypto-Handelsplattform des Unternehmens aufgenommen werden.
Schwab Crypto startete im Mai mit direktem Handel von Bitcoin und Ethereum, aber die drei weiteren hinzukommenden Coins sind die ersten Erweiterungen über diese Werte hinaus.
Abschließende Zusammenfassung
- Toly unterstützt nutzungsbasierte Gebühren, möchte aber den Vorschlag in einfachere Entscheidungen aufteilen.
- Charles Schwab plant, in den kommenden Monaten den Handel mit SOL, AVAX und LINK zu ermöglichen.
