Web3: Die Kontroverse um die Fomo-Gebühren verschärft sich, der Wettbewerb mit Pump.fun nimmt zu
Fomo hat sich kürzlich im Solana-Ökosystem rasant ausgebreitet. Die Zahl aktiver Trader und das Handelsvolumen auf der Plattform steigen, wodurch die Gebührenstruktur verstärkt in den Fokus rückt. Diskussionen rund um Mindestgebühren, tatsächliche Transaktionskosten und Nutzerabwanderung rücken die Plattform in einen direkteren Wettbewerb mit Pump.fun.
Deutlicher Anstieg der Aktivität im August
Bis August zählt Fomo bereits mehr als 40.000 täglich aktive Trader, wobei der Schwerpunkt auf Solana liegt. In der vergangenen Woche erreichte das wöchentliche Handelsvolumen auf der Solana-Chain bei Fomo 283,53 Millionen US-Dollar und war damit das höchste unter allen unterstützten Chains der Plattform.
Laut Angaben der Plattform beläuft sich das kumulierte Handelsvolumen bei Fomo auf rund 4,74 Milliarden US-Dollar, bei insgesamt 29,14 Millionen getätigten Transaktionen und Einnahmen aus Gebühren von etwa 32,1 Millionen US-Dollar. Mit dem Wachstum des Handelsvolumens rücken für die Nutzer die tatsächlichen Kosten pro Trade stärker in den Vordergrund.
Mindestgebühren sorgen für Kritik
Der Streitpunkt dreht sich um das Mindestgebührensystem von Fomo. Den Nutzungsbedingungen zufolge erhebt die Plattform pro Trade eine Gebühr von mindestens 0,50 %, aber es gilt ein Mindestbetrag von 0,95 US-Dollar.
Das bedeutet, dass die effektive Gebühr bei kleinen Trades über 0,50 % liegen kann. Beispielsweise beträgt die tatsächliche Gebühr bei einem Trade über 100 US-Dollar mit 0,95 US-Dollar satte 0,95 %. Bei nur 50 US-Dollar steigt sie sogar auf 1,9 %.
Se Yong Park, Mitgründer von Fomo, erklärte, dass die Kosten pro Trade für manche Nutzer bis auf 0,10 US-Dollar sinken können und die Plattform das Gas, Token-Miete und Prioritätsgebühren übernimmt. Er betonte zudem, dass bei einigen Blue-Chip-Token die Gebühr bis auf 0,05 % sinken kann.
In den Bedingungen steht jedoch auch, dass Fomo nicht garantiert, vor jedem Trade die vollständigen Gebühren offenzulegen und Zusatzkosten durch Drittanbieter entstehen können. Bei Perpetual-Produkten gibt Fomo eine Gebühr von 0,05 % an, weist aber darauf hin, dass Drittanbieter zusätzliche Gebühren, Gas Fees und Funding Fees verlangen können.

Die Community beschäftigt vor allem zwei Fragen: Unter welchen Bedingungen greift die Mindestgebühr von 0,95 US-Dollar und sehen Nutzer die endgültigen Kosten transparent vor der Orderaufgabe?
Kampf um Nutzer verlagert sich auf Gebührentransparenz
Die aktuelle Gebührendebatte fällt in eine Phase, in der Fomo und Pump.fun um dieselbe Gruppe von Hochfrequenz-Tradern konkurrieren. Am Wochenende kursierten Berichte, denen zufolge Pump.fun einigen Großkunden von Fomo 20.000 US-Dollar Signing-Bonus und 30.000 US-Dollar Monatsgehalt geboten haben soll, um sie zum Wechsel ihrer Handelsaktivitäten zu bewegen. Diese Zahlen sind allerdings bislang nicht von Pump.fun bestätigt worden.
Beim Einnahmenvergleich liegt Pump.fun weiterhin deutlich vorne. Laut DeFiLlama lag der Protokollumsatz von Pump.fun in den letzten 30 Tagen bei 10,62 Millionen US-Dollar. Bei Fomo waren es in der vergangenen Woche rund 3,25 Millionen US-Dollar und etwa 50.000 täglich aktive Trader.
Gerade für kleinere Trader sind Unterschiede bei der Gebührenstruktur entscheidend. Feste Mindestgebühren machen das Handeln mit kleinen Positionen teurer und akkumulieren sich bei Hochfrequenztradings noch schneller. Dadurch erstreckt sich der Wettbewerb zwischen beiden Plattformen nicht nur auf die Ausführungsqualität, sondern auch auf die Entdeckung neuer Tokens, Copy-Trading und Bindung aktiver Nutzer.

Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
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