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Kashkari von der US-Notenbank: Es ist an der Zeit, „die Zinsen langsam zu erhöhen“ und nicht erst dann „stark auf die Bremse zu treten“, wenn die Inflation außer Kontrolle gerät.

Kashkari von der US-Notenbank: Es ist an der Zeit, „die Zinsen langsam zu erhöhen“ und nicht erst dann „stark auf die Bremse zu treten“, wenn die Inflation außer Kontrolle gerät.

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/05 13:14
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Die internen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Federal Reserve bezüglich des weiteren Zinspfads treten zunehmend zutage. Der Präsident der Federal Reserve von Minneapolis, Kashkari, sprach sich am Mittwoch öffentlich dafür aus, dass nun der Zeitpunkt sei, langsam mit Zinserhöhungen zu beginnen, um die Inflation einzudämmen und zu vermeiden, später zu drastischen Straffungen gezwungen zu werden.

Laut CNBC äußerte Kashkari in einem Live-Interview auf dem Aspen Ideas Festival in Colorado, dass er dazu tendiere, frühestens ab September vorsichtige Zinserhöhungen einzuleiten, jedoch kein konkretes Timing zusagte. Er betonte, er trete nicht für aggressive Zinserhöhungen ein, sondern wolle in kleinen Schritten frühzeitig handeln. Diese Haltung steht in deutlichem Gegensatz zur Mehrheitsmeinung der Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) von letzter Woche und erschwert die Markterwartungen hinsichtlich der Geldpolitik im September und Oktober zusätzlich.

Kashkari war einer von drei FOMC-Mitgliedern, die auf der Sitzung in der vergangenen Woche eine abweichende Stimme abgaben. Alle drei befürworteten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte, während die übrigen neun Mitglieder für die Beibehaltung des Leitzinses im Korridor von 3,5 % bis 3,75 % stimmten. Dies ist auch das erste Mal unter dem Vorsitz von Fed-Präsident Kevin Warsh, dass Gegenstimmen abgegeben wurden.

Wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit lässt Kashkari an derzeitiger Restriktivität zweifeln

Kashkaris Haltung zu Zinserhöhungen beruht auf seiner Bewertung der aktuellen Wirtschaftslage.

Er wies darauf hin, dass die Unternehmensgewinne stark seien und sowohl die Verbraucher als auch der Arbeitsmarkt stabil blieben. Er sehe angesichts dessen keine klaren Hinweise auf eine offensichtlich restriktive Geldpolitik.

"Die Unternehmensgewinne sind wirklich beeindruckend, die Verbraucher halten durch, der Arbeitsmarkt hält durch. Wenn ich mir diese Dinge anschaue, frage ich mich: Welche Belege habe ich, dass die Geldpolitik derzeit besonders restriktiv ist?", sagte er.

Er erklärte zudem, dass die US-Wirtschaft mit einer Reihe von negativen Angebotsschocks konfrontiert sei, die den Konsumenten weiterhin belasten, und dass die Inflation noch deutlich vom 2%-Ziel der Federal Reserve entfernt sei. Anstatt abzuwarten und dann zu aggressiven Zinserhöhungen gezwungen zu werden, wenn die Inflation verfestigt ist, sei es klüger, jetzt in kleinen Schritten vorzugehen.

Deutliche Differenzen im Ausschuss, Paulson vertritt gegenteilige Position

Einen Tag bevor Kashkari diese Aussagen machte, äußerte Philadelphia-Fed-Präsidentin Anna Paulson, die in diesem Jahr ebenfalls ein FOMC-Stimmrecht hat, eine grundlegend andere Sichtweise.

Wie CNBC berichtet, ist Paulson der Ansicht, dass die bisherigen Belege zeigen, dass das aktuelle Zinsniveau bereits "moderate Restriktionen" für die wirtschaftlichen Bedingungen darstellt, und befürwortet, den Zinssatz vorerst unverändert zu lassen und die Daten weiter zu beobachten. Sie ergänzte, dass die Entscheidung, beim FOMC-Treffen vergangene Woche für eine Zinsstabilität zu stimmen, für sie "keine schwierige Entscheidung" gewesen sei.

Die öffentliche Meinungsverschiedenheit der beiden Mitglieder verdeutlicht die internen Spannungen des FOMC in Bezug auf Inflationsausblick und das Tempo der geldpolitischen Maßnahmen. Kashkari sagte, er wisse noch nicht, welche Entscheidung das Komitee auf der Sitzung vom 15. bis 16. September treffen werde, und die zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Daten würden entscheidend sein. Derzeit preisen die Märkte eine leichte Tendenz zu einer Zinserhöhung im September ein, während die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Oktober noch höher ist.

Vorsitzender Warsh übt keinen Druck aus, Kommunikationsstrategie bleibt unklar

Obwohl sich Warsh in der Vergangenheit für niedrige Zinssätze ausgesprochen hat, erklärte Kashkari, dass der Vorsitzende keinerlei Druck auf ihn ausgeübt habe.

"Er hat zu mir gesagt: 'Tu, was du für das Beste für die Wirtschaft hältst.' Und ich habe gesagt: 'Ich weiß das sehr zu schätzen.'", so Kashkari.

Die drei Gegenstimmen stellen die ersten abweichenden Voten in Warshs Amtszeit dar und sorgen für große Aufmerksamkeit. Kashkari betonte zudem, dass das Komitee letztendlich eine geeignete Kommunikationsstrategie festlegen müsse, nannte jedoch keine Einzelheiten. Dies deutet darauf hin, dass die Diskussion darüber, wie die Federal Reserve ihre geldpolitischen Signale an die Märkte übermitteln will, intern weiterhin geführt wird.

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