Bernstein sagt, dass eine Prüfung von Datenzentren in Texas den Wert bestehender Bitcoin-Mining- und KI-Standorte steigern könnte.
Bernstein erklärte, dass eine staatlich angeordnete Prüfung der Data Center-Projekte in Texas die spekulative Entwicklung ausbremsen und den Knappheitswert der genehmigten Stromkapazität erhöhen wird, was bestehenden Bitcoin-Minern und KI-Betreibern zugutekommt.
Am Montag wies der texanische Gouverneur Greg Abbott die Public Utility Commission of Texas (PUCT) und den Netzbetreiber ERCOT an, alle aktuellen Data Center-Projekte in der Anschlusswarteschlange des Bundesstaates zu überprüfen.
Aufgrund der Anordnung setzte ERCOT seinen "Batch Zero"-Prozess aus, bei dem die erste Gruppe großer Stromverbraucher überprüft werden sollte und dessen Klassifizierungsergebnisse in diesem Monat veröffentlicht werden sollten. Anträge für Data Center machen derzeit etwa 90 % der 474 GW umfassenden Anschlusswarteschlange von ERCOT aus.
In einer Mitteilung an Kunden am Dienstag stellten Bernstein-Analysten fest, dass die regulatorische Überprüfung zwar wahrscheinlich zu Verzögerungen für ausgewählte Entwickler mit ausstehenden Projekten in der Pipeline führen wird, bestehende Aktivitäten jedoch unberührt bleiben.
"Innerhalb unseres Betrachtungsbereichs und allgemein bei Minern, betreffen alle laufenden Verträge bereits genehmigte Kapazitäten und sind von der Prüfung nicht betroffen", schrieben die Analysten.
Knappheit steigert den Wert
Bernstein nannte Cipher Digital (CIFR), CleanSpark (CLSK) und Core Scientific (CORZ) als Unternehmen mit größerer Betroffenheit, da ihre kurzfristigen Expansionspläne von der Netzanbindung in Texas abhängen.
Der Bericht betonte hingegen, dass Terawulf (WULF) von seinem "geografisch diversifizierten Stromportfolio" in Kentucky, Maryland und New York profitiert. Auch Riot Platforms (RIOT) und IREN (IREN) seien laut Bernstein durch ihre bereits von ERCOT genehmigten großen Betriebsstandorte im Vorteil.
"Wir glauben, dass mit zunehmendem politischen Widerstand gegen neue Data Center-Projekte und durch Moratorien/Staatsanordnungen gebremster neuer Kapazität die genehmigten MWs an Wert gewinnen", so der Bericht. "Wenn MWs knapp sind, ist es sinnvoll, pro MW mehr zu verdienen."
Trotzdem vergab Bernstein "Outperform"-Ratings an CIFR, CLSK, IREN, CORZ, RIOT und WULF, während MARA ein "Market-perform"-Rating bekam.
"Emerging AI Infra-Aktien sind weiterhin gut aufgestellt, das 'Time to compute'-Problem zu lösen, da sie über ein geplantes 30 GW Stromportfolio verfügen und die Fähigkeit besitzen, rechtzeitig 'warm powered shells' bereitzustellen", erklärten die Bernstein-Analysten. "In den vergangenen zwei Jahren haben Miner 8 GW Stromkapazität an Hyperscaler, Neoclouds und KI-Chiphersteller über mehr als 20 Deals mit einem Gesamtwert von über 160 Milliarden US-Dollar vergeben."
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