AUD/JPY Kursprognose: Erholt sich über 110,50, bleibt jedoch unter dem wichtigen Widerstand gedeckelt
Das Währungspaar AUD/JPY handelt in positivem Terrain nahe 110,70 und durchbricht damit die sechstägige Verlustserie während der frühen europäischen Handelsstunden am Dienstag. Allerdings könnte das Aufwärtspotenzial für das Währungspaar begrenzt sein, da eine koordinierte Intervention zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Japan die Japanische Yen (JPY) gegenüber dem Australischen Dollar (AUD) unterstützen könnte.
„Die Auffassung, dass eine Devisenintervention keine nachhaltige Wirkung hat und lediglich kurzfristige Marktentwicklungen beeinflusst, trifft in vielen Fällen zu. Je nach Umständen und im breiteren Kontext kann eine Intervention jedoch einen erheblichen Einfluss auf den Markt ausüben und einen Wendepunkt auslösen“, sagte Shusuke Yamada, Analyst bei Bank of America.
Japan und US greifen zur Stabilisierung des Yen nach historischem Kursrutsch ein
Strategen bei BNY weisen darauf hin, dass das japanische Finanzministerium und das US-Finanzministerium „am Devisenmarkt interveniert haben, um den Yen zu stützen“, nachdem die Währung ihren niedrigsten Stand gegenüber dem Dollar seit 1986 erreicht hatte. Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama wird dahingehend zitiert, dass die gemeinsame Aktion darauf abziele, „übermäßiger Volatilität und ungeordneten Bewegungen in den letzten Monaten entgegenzuwirken“, und unterstreicht, dass Tokio „im Bedarfsfall nicht zögern würde, weitere gemeinsame Interventionen durchzuführen“. BNY kommt zu dem Schluss, dass die Behörden eindeutig gemacht haben, dass sie „weiterhin bereit sind, die Währung zu verteidigen“, sollte neuerlicher Druck auf JPY entstehen.
Technische Analyse:
Im Tageschart setzt AUD/JPY die Korrektur unterhalb des 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) und dem mittleren Band der 20-Tage-Bollinger-Bänder fort, die gemeinsam eine ausgeprägte Angebotszone über dem Kurs darstellen. Das Paar bewegt sich nun in Richtung der Unterstützung am unteren Bollinger-Band, während der Relative-Stärke-Index (RSI) bei 34,33 knapp über dem überverkauften Bereich verweilt und darauf hindeutet, dass der bärische Impuls weiterhin vorherrscht, sich aber dem Ende nähern könnte.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am unteren Bollinger-Band nahe 110,40, wo bei Gewinnmitnahmen der Verkäufer eine Pause oder Erholung einsetzen könnte. Die nächste relevante Marke ist das psychologisch wichtige Niveau bei 110,00, gefolgt vom Tiefstand vom 3. August bei 109,24.
Auf der Oberseite ergibt sich der erste Widerstand beim 100-Tage-SMA bei 112,85, gefolgt vom mittleren Band der Bollinger-Bänder bei 113,00; ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser gebündelten Widerstände wäre nötig, um die aktuelle bärische Tendenz abzuschwächen und den Weg in Richtung des oberen Bollinger-Bandes nahe 115,62 zu öffnen.
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