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Die unkonventionellen Währungsinterventionsmethoden des US-Finanzministeriums unter Trump verwirren Analysten

Die unkonventionellen Währungsinterventionsmethoden des US-Finanzministeriums unter Trump verwirren Analysten

智通财经智通财经2026/08/03 13:11
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⑴ Das US-Finanzministerium hat am vergangenen Freitag gemeinsam mit Japan eine Devisenintervention zur Unterstützung des Yen durchgeführt. Obwohl das Ziel dieser Aktion der gängigen Logik folgte, übermäßige Wechselkursschwankungen zu korrigieren, war die Vorgehensweise äußerst ungewöhnlich. Es war das erste Mal seit 1998, dass Washington den Yen kaufte, und zudem das erste Mal in diesem Zeitraum, dass die Intervention nur mit einem einzelnen Land und nicht mit mehreren Notenbanken abgestimmt wurde. ⑵ Zu den ungewöhnlichen Aspekten der Vorgehensweise zählt, dass das Finanzministerium mehreren Banken im Voraus mitteilte, dass innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens eine Intervention in einer bestimmten Währung erfolgen könnte. Damit wurde das „Überraschungsmoment“ abgeschwächt, das normalerweise als wirkungsvollstes Mittel bei Deviseninterventionen gilt. Darüber hinaus erfolgte die Finanzierung für den Yen-Kauf nicht wie üblich in US-Dollar, sondern in Euro – ebenfalls ein unkonventionelles Vorgehen. Besonders auffällig war, dass Finanzminister Bessent auf seinem Notizblock während einer Sitzung deutlich sichtbar „To do: Kauf von 5 bis 10 Milliarden Dollar Yen“ notiert hatte, was durch ein Foto publik wurde und für Erstaunen sorgte. ⑶ Die Märkte fragen sich, warum der Zeitpunkt für diese Intervention gewählt wurde, zumal die Bank of Japan am Freitagmorgen keine Zinsanhebung vorgenommen hatte. Der G10-Devisenstratege der Standard Chartered Bank meinte, „das ist verwirrend“, und dass es für eine Intervention keiner derart sorgfältigen „Inszenierung“ bedurft hätte. ⑷ Analysten vermuten, dass dies eine neue Taktik des Weißen Hauses ist, das schon lange eine Schwächung des US-Dollars und die Verringerung des Handelsdefizits anstrebt. Seit der Intervention vergangenen Freitag ist der Dollar zum Yen bereits um etwa 5 % zurückgefallen. Bessent wies in öffentlichen Äußerungen auch darauf hin, dass der Yen „deutlich unterbewertet“ sei. Die Finanzierung über den Euro anstelle des US-Dollars erfolgte vermutlich, um die direkt damit verbundene politische Sensibilität — durch den Verkauf von US-Dollar-Assets könnten die Renditen von US-Staatsanleihen steigen — zu umgehen. Japan ist der größte einzelne ausländische Halter von US-Staatsanleihen. Durch den Einsatz des FIMA-Repo-Tools der Federal Reserve kann der Druck auf Japan, US-Staatsanleihen verkaufen zu müssen, verringert werden. Im Mai sank Japans Bestand an US-Staatsanleihen bereits um fast 67 Milliarden Dollar, das ist der größte monatliche Rückgang seit drei Jahren. Die extrem schwache Entwicklung des Yen und das erhöhte Risiko von Turbulenzen am US-Staatsanleihenmarkt dürften die Hauptgründe für das Eingreifen Washingtons sein.
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