Die USA und Iran vertreten unterschiedliche Standpunkte in den Verhandlungen, ein „Rashomon“-Szenario entsteht. Die Zukunft des Hormus-Abkommens bleibt ungewiss.
智通财经2026/08/03 11:26- Trump behauptet, dass die USA am Montag die Verhandlungen mit dem Iran wieder aufnehmen werden und dass er einen „größten Militärschlag seit dem Zweiten Weltkrieg“ abgesagt habe, um stattdessen auf eine Einigung zu hoffen. Er erklärte, dass Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar die USA gebeten hätten, den Angriff abzusagen, da alle Seiten überzeugt seien, dass ein Konsens über die Straße von Hormus und die Denuklearisierung des Iran erzielt werden könne.
- Der Iran hat jedoch eine direkte Verhandlung mit den USA entschieden abgelehnt. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, aktuell führe der Iran lediglich bilaterale Gespräche mit Oman über die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus, und alle Angelegenheiten mit Bezug auf die USA würden von der weiteren Entwicklung abhängen. Außenminister Araghtschi betonte, die laufenden Verhandlungen befänden sich in der Endphase und zielten auf die Einrichtung neuer Schifffahrtswege ab, seien jedoch unabhängig von einer möglichen Wiedereröffnung der Meerenge.
- Der grundlegende Widerspruch in den Standpunkten beider Seiten verdeutlicht die hohe Unsicherheit der diplomatischen Aussichten. Das im Juni unterzeichnete Rahmenabkommen wurde durch wiederholte Vergeltungsangriffe ausgehöhlt, nachdem die USA iranisches Territorium bombardiert hatten und Teheran die Meerenge von Hormus im Juli abermals schloss und einer US-Seeblockade gegenüberstand. Der Iran warnte, solange die Feindseligkeit der USA anhalte, sei keine grundlegende Verbesserung der Lage in der Meerenge zu erwarten.
- Diese Aussagen und Taktikwechsel finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem der Ölmarkt besonders sensibel auf Versorgungsrisiken in der Straße von Hormus reagiert. Trumps Gesprächssignale sorgten zeitweise für fallende Ölpreise, doch nach der iranischen Ablehnung direkter Gespräche stieg die geopolitische Unsicherheit erneut. Jede weitere substanzielle Entwicklung oder ihr Ausbleiben könnte heftige Marktschwankungen auslösen.
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