Strategy verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 8,22 Milliarden US-Dollar.
Der Grund dafür war ausschließlich buchhalterisch bedingt, da Bitcoin im Dreimonatszeitraum um 14 % von 68.000 auf 58.600 US-Dollar fiel und so zu einem erheblichen bilanziellen Verlust auf den Unternehmensaktiva führte.
Strategy kontrolliert derzeit beeindruckende 843.775 BTC, was mehr als 4 % des gesamten maximalen Bitcoin-Angebots ausmacht. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.653 US-Dollar pro Coin und Bitcoin, der aktuell bei etwa 63.061 US-Dollar gehandelt wird, übersteigt der nicht realisierte Verlust des Portfolios 10 Milliarden US-Dollar.
Zusätzlich verschärfte die Situation die Tatsache, dass das Unternehmen Anfang Juli erstmals in seiner Geschichte sein heiliges „Nie verkaufen“-Prinzip brach und Bitcoin im Wert von 218,4 Millionen US-Dollar verkaufte, um Dividendenzahlungen zu finanzieren.
Saylors Strategie besitzt eine Geheimwaffe im Wert von 23,5 Milliarden US-Dollar
Saylors jüngster Hinweis legt jedoch nahe, dass es viel zu früh ist, die Strategie des Unternehmens abzuschreiben. Laut seinen Finanzberichten gelang es Strategy während des Marktrückgangs eine beeindruckende finanzielle Verteidigung aufzubauen.
Außerdem senkte das Unternehmen seine wandelbaren Schulden um 18 % auf 6,7 Milliarden US-Dollar und baute eine Rekord-Bargeldreserve von 3,75 Milliarden US-Dollar auf.
Nachdem offenbar zwei Jahre finanzieller Spielraum gesichert wurden, könnte Saylor nun bereit sein, wieder aufs Gas zu treten und auf die Buchverluste mit seiner klassischen Stärke zu antworten. Strategy verfügt derzeit über 3,225 Milliarden US-Dollar an verfügbarem Bargeld und die rechtliche Möglichkeit, bis zu 23,53 Milliarden US-Dollar neue Aktien auszugeben.
Ob all dieses Kapital tatsächlich zum Kauf von vergünstigtem Bitcoin verwendet wird, bleibt abzuwarten, doch das Motto „Bitcoin Drive engaged“ deutet klar darauf hin, dass Strategy nicht beabsichtigt, ein passiver Beobachter zu bleiben.


