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Jahrhundertfusion der 400-Milliarden-Dollar-Pharmaindustrie! AstraZeneca führt Fusionsgespräche mit Bristol-Myers Squibb

Jahrhundertfusion der 400-Milliarden-Dollar-Pharmaindustrie! AstraZeneca führt Fusionsgespräche mit Bristol-Myers Squibb

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/03 00:16
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Von:华尔街见闻

Kommt der Deal zustande, würde ein Pharmariese mit einer Marktkapitalisierung von fast 400 Milliarden US-Dollar entstehen, der das weltweit viertgrößte Pharmaunternehmen wäre und zu einer der größten Übernahmen in der Geschichte der Branche zählen würde. AstraZeneca zielt darauf ab, die Lücke zum Umsatzziel von 80 Milliarden US-Dollar bis 2030 zu schließen, während Bristol Myers Squibb dringend auf die Patentablaufkrise bei seinen Kernmedikamenten reagieren muss.

AstraZeneca und Bristol Myers Squibb verhandeln derzeit über eine Fusion, die – falls abgeschlossen – ein Pharmaunternehmen mit einem Marktwert von nahezu 400 Milliarden US-Dollar schaffen würde und das weltweit viertgrößte Pharmaunternehmen entstehen ließe. Dies könnte eine der größten Übernahmen in der Geschichte der Pharmaindustrie werden.

Laut einem Bericht der britischen Financial Times vom 2. August haben beide Unternehmen in den vergangenen Monaten mehrere Gesprächsrunden über eine Fusion geführt. Die Transaktion könnte bald abgeschlossen werden, birgt jedoch auch das Risiko von Verzögerungen oder einem Scheitern. AstraZeneca weist derzeit eine Marktkapitalisierung von etwa 196 Milliarden Pfund auf, Bristol Myers Squibb liegt bei rund 133 Milliarden US-Dollar; gemeinsam würde die Bewertung knapp 400 Milliarden US-Dollar erreichen.

Sollte die Meldung über die Verhandlungen bestätigt werden, hätte dies weitreichende Auswirkungen auf die Aktienkurse der Unternehmen und den gesamten Pharmasektor. Seit Beginn dieses Jahres ist der Kurs von BMS um 21 % gestiegen, während der von AstraZeneca im gleichen Zeitraum um 8 % gesunken ist. Gleichzeitig würde die geplante Transaktion in der britischen Politik große Aufmerksamkeit erregen, da befürchtet wird, dass eines der wertvollsten börsennotierten Unternehmen des Landes abwandert. Außerdem erfordert die Übernahme eine strenge Prüfung durch die Aufsichtsbehörden beider Länder.

Einzigartige Dimension der Transaktion, Details der Struktur offen

Berichten zufolge wäre diese potenzielle Fusion die größte Übernahme in der Geschichte von AstraZeneca und würde die 2021 erfolgte Übernahme des Biotechnologieunternehmens Alexion für 39 Milliarden US-Dollar weit übertreffen. Die genaue Struktur der Transaktion ist noch nicht bekannt, doch wird erwartet, dass sowohl Bargeld als auch Aktien als Zahlungsmittel eingesetzt werden.

AstraZeneca ist das zweitgrößte börsennotierte Unternehmen Großbritanniens und vollzog im Juni dieses Jahres die Direktnotierung in New York, was bereits als Schlag für den Londoner Aktienmarkt gewertet wurde. Sollte die Fusion dazu führen, dass AstraZeneca den Firmensitz in die USA verlegt, würde dies die Sorge über den Weggang führender britischer Unternehmen weiter verstärken.

Für AstraZeneca verfolgt die Fusion eine klare strategische Zielsetzung. Das Unternehmen strebt bis 2030 einen Umsatz von 80 Milliarden US-Dollar an, während der Umsatz im vergangenen Jahr bei 58,7 Milliarden US-Dollar lag – die Lücke ist beträchtlich. Bereits jetzt erzielt AstraZeneca fast die Hälfte seines Umsatzes auf dem US-Markt, und eine stärkere Präsenz in den USA ist entscheidend für die Erreichung dieses Ziels.

Sir Pascal Soriot, langjähriger Vorstandsvorsitzender von AstraZeneca, erklärte vergangene Woche in einer Telefonkonferenz mit Journalisten, dass AstraZeneca „keine Fusion benötigt, um das Umsatzziel für 2030 zu erreichen“. Die nun öffentlich gewordenen Verhandlungen zeigen jedoch, dass das Unternehmen nicht nur auf organisches Wachstum setzt, sondern auch externe Expansionsmöglichkeiten prüft. Soriot lehnte vor über einem Jahrzehnt eine Übernahmeofferte von Pfizer ab – damals bot Pfizer 70 Milliarden Pfund für AstraZeneca.

Auch für Bristol Myers Squibb ist die Fusion dringend. Das Unternehmen hatte 2019 das Biotechnologieunternehmen Celgene für 74 Milliarden US-Dollar übernommen, konnte aber die erwarteten Erträge damit nicht realisieren und gilt deshalb als Nachzügler in der Branche. Hinzu kommt, dass bei mehreren wichtigen Medikamenten von BMS die Patentschutzfristen bald auslaufen, womit beträchtliche Umsatzverluste drohen.

Bristol Myers Squibb verfügt ebenfalls über ein umfangreiches Onkologiegeschäft, das sich stark mit den führenden Aktivitäten von AstraZeneca in diesem Bereich überschneidet. Diese Überschneidungen bilden einerseits die Grundlage für Synergien bei einer Fusion, andererseits werden sie das zentrale Thema bei der wettbewerbsrechtlichen Prüfung sein.

Der Bericht betont jedoch, dass diese grenzüberschreitende Transaktion erheblichen Widerstand hervorrufen wird. Auf wettbewerbsrechtlicher Ebene verfügen beide Unternehmen über große Onkologiesparten; eine Fusion würde zu einer höheren Marktkonzentration führen und eine sorgfältige Prüfung durch die Aufsichtsbehörden nach sich ziehen. Allerdings zeigt sich die Trump-Regierung derzeit bei Übernahmen eher großzügig und treibt das Volumen des US-M&A-Marktes auf nahezu Rekordniveau – das verschafft der Transaktion einen günstigen äußeren Rahmen.

Politisch wird die Transaktion auf beiden Seiten des Atlantiks genau beachtet. Großbritannien ist besonders betroffen – AstraZeneca gilt als eines der repräsentativsten börsennotierten Unternehmen des Landes, und jede Regelung, die zu einer Abwanderung nach Amerika führen könnte, wird in der britischen Politik heftigen Widerstand hervorrufen.

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