CLARITY Act steht vor einem weiteren entscheidenden Wochenende, während die Chancen auf eine Verabschiedung sinken
Die Unsicherheit rund um das heiß erwartete Regulierungs-Gesetz hält weiter an, während neue Verhandlungen in Washington stattfinden. Neue Ethikvorschläge und politische Uneinigkeiten gefährden die Chancen des Gesetzes, in diesem Jahr verabschiedet zu werden.
Prognosemärkte geben dem Gesetz nun eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit, dieses Jahr Wirklichkeit zu werden – etwa 31% bis 35%, verglichen mit Höchstwerten von 70% zu Jahresbeginn.
Hochwichtige Wochenendphase
Der Vorschlag konzentriert sich offenbar auf einen der größten verbleibenden Streitpunkte des Gesetzes: Ob Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten weiterhin befugt sein sollten, bestimmte Ethikbestimmungen gegen Bundesbeamte durchzusetzen.
Überparteiliche Verhandlungen zwischen Senator Thom Tillis (R-NC) und dem Demokraten Ruben Gallego aus Arizona laufen weiter, da beide der Meinung sind, dass das Gesetz ein stärkeres Ethikpaket enthalten muss als das, welches das Weiße Haus und zwei republikanische Senatoren Ende Juli vorgeschlagen haben. Terrett berief sich dabei auf drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen und erklärte, das ursprüngliche Angebot habe weder Tillis, Gallego noch anderen Demokraten Zustimmung erhalten.
Stattdessen sind sie der Ansicht, dass Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten das Justizministerium verklagen können sollten, falls dieses Ethikgesetze gegen Bundesbeamte nicht durchsetzt.
Eines der Probleme am Vorschlag des Weißen Hauses ist, dass die Ethikbestimmungen bis Januar 2029 in Kraft bleiben würden, ohne dass es Hinweise darauf gibt, was danach passiert.
Da der Senat nächste Woche seine Augustpause beginnt, sind Experten und Beobachter der Meinung, dass das Gesetz in diesem Jahr nur noch ein enges Zeitfenster hat – weshalb die Chancen auf den Prognosemärkten weiter sinken. Sollte es den Gesetzgebern nicht gelingen, das Gesetz vor der Pause voranzutreiben, verschlechtern sich die Aussichten deutlich, da der Fokus zunehmend auf den Zwischenwahlen liegt.
Saylor unterstützt das Gesetz
Die meisten Schlüsselpersonen der Kryptowährungsindustrie haben im letzten Jahr ihre Unterstützung für das Gesetz geäußert. Michael Saylor, Vorsitzender des weltweit größten Unternehmenshalters von Bitcoin, hat dies in den letzten 24 Stunden nochmals bekräftigt.
Er glaubt, dass BTC unabhängig vom Gesetz Erfolg haben wird, ergänzte aber, dass „Amerika Klarheit für digitale Assets braucht.“
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Die kanadische Zentralbank bleibt zum siebten Mal in Folge unverändert: Der Zollkrieg erhöht das Inflationsrisiko, 63% der Analysten setzen auf eine Zinserhöhung im ersten Halbjahr 2027.
Die Bank of Canada hat am 2. September zum siebten Mal in Folge den Übernachtzinssatz bei 2,25% unverändert gelassen. Mit der vollständigen Eskalation des Zollstreits zwischen den USA und Kanada steigen jedoch die Inflationsrisiken, und der Markt wettet zunehmend auf Zinserhöhungen. Zentralbankgouverneur Macklem warnte, dass Handelskonflikte die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung bedrohen könnten. 63% der Analysten erwarten, dass die Bank of Canada in der ersten Hälfte des Jahres 2027 die Zinsen anheben wird; die Marktbewertung hat sich von einer lockeren Haltung hin zu einer Vorbereitung auf Straffungen im stagflationären Umfeld verschoben.
