Der Wettbewerb um die KI-Infrastruktur heizt sich weiter auf: Google (GOOGL.US), Meta (META.US), Microsoft (MSFT.US) und Amazon (AMZN.US) haben künftig Gesamtinvestitionen von fast 2,4 Billionen US-Dollar zugesagt.
Mit dem fortschreitenden Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz belaufen sich die Investitionszusagen der vier großen Technologiekonzerne Alphabet, Meta, Microsoft und Amazon für die kommenden Jahre mittlerweile auf fast 2.4 Billionen US-Dollar.
Laut der Finanz-App Zhihu Tong beschleunigt sich der Ausbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) weiterhin rasant: Die vier größten Technologiekonzerne der Welt – Alphabet (GOOGL.US), Meta (META.US), Microsoft (MSFT.US) und Amazon (AMZN.US) – haben für die kommenden Jahre zusammen insgesamt nahezu 2,4 Billionen US-Dollar an Investitionen zugesagt. Dies zeigt, dass der weltweite Bauboom von Rechenzentren weiterhin Fahrt aufnimmt.
Im vergangenen Jahr haben diese Unternehmen ihre Investitionen in Rechenzentren deutlich erhöht, darunter Ausgaben für Anmietungen, Bau, Energieversorgung und den Erwerb von Ausrüstung. Diese Zusagen umfassen sowohl kurzfristige Investitionen als auch langfristige Verträge mit Laufzeiten von bis zu mehreren Jahrzehnten.
Alphabet gab aktuell bekannt, dass sich die gesamten noch nicht erfüllten Beschaffungsverpflichtungen, vertraglichen Verpflichtungen und noch nicht begonnenen Mietverträge inzwischen auf 902 Milliarden US-Dollar belaufen – mehr als neunmal so viel wie vor einem Jahr. Laut offiziellen Meldungen umfassen diese Verpflichtungen vor allem den Kauf von technischer Ausrüstung, Energieversorgung sowie Mietverträge für Rechenzentren.
Auch bei Meta sind die Investitionszusagen stark gestiegen: Das Unternehmen erwartet künftige Ausgaben von nahezu 700 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von mehr als dem Achtfachen gegenüber dem Vorjahr. Etwa die Hälfte davon entfallen auf noch nicht gestartete Mietverträge für Rechenzentren, von denen einige eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren haben.
In den letzten Jahren wurde in der Tech-Branche heftig diskutiert, ob Investitionen von Hunderten Milliarden US-Dollar in den Bau von KI-Servern und Rechenzentren letztlich ausreichend Rendite bringen werden. Da die Kapitalausgaben weiter steigen, sind Alphabet und Amazon inzwischen in den negativen freien Cashflow geraten; auch bei Meta wird ein solcher Druck auf die Kapitalflüsse bald erwartet. Dennoch haben die Unternehmen bei der jüngsten Präsentation ihrer Bilanzen ihre Investitionspläne weiter erhöht oder beibehalten, da der Bedarf an KI-Rechenleistung weiterhin stark sei und damit umfangreiche Investitionen in Infrastruktur nötig bleiben.
Beachtenswert ist, dass sich die von den Unternehmen offengelegten Zusagen nicht ausschließlich auf den Bau von Rechenzentren beziehen und Unterschiede in der jeweiligen Berechnungsmethode bestehen. So sollen Metas künftige Ausgaben teilweise in verbraucherorientierte Hardware-Produkte der Reality Labs fließen; Alphabet und Amazon rechnen auch langfristige Verträge für Content-Lizenzen zu ihren Verpflichtungen. Daher sind die Daten der Konzerne untereinander nur begrenzt vergleichbar.
Amazon-CEO Andy Jassy erklärte, das Unternehmen befinde sich aktuell in einer Phase, die den Anfängen der AWS-Entwicklung ähnele: Durch hohe Erstinvestitionen in Infrastruktur werde das Fundament für zukünftiges Unternehmenswachstum gelegt. Auch wenn die Kapitalausgaben dieses Jahr voraussichtlich 220 Milliarden US-Dollar erreichen, reichten sie seiner Ansicht nach nicht aus, um den Marktbedarf für Cloud-Infrastruktur zu decken.
Laut Finanzbericht wuchs der Umsatz von AWS im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 37 % – das ist die höchste Wachstumsrate seit Ende 2021. Jassy betonte, das starke Wachstum des AWS-Geschäfts beweise, dass Amazons fortgesetzte Investitionen in die KI-Infrastruktur eine Antwort auf die tatsächlich rapide steigende Marktnachfrage seien, und nicht vorauseilende Investitionen.
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