Das Auf und Ab der Zentralbank-Goldbestände: China erwirbt 5 Tonnen, während die Türkei im März 118 Tonnen in Währungen umwandelt
Zentralbanken beeinflussen weiterhin den Goldmarkt
Gold bleibt ein entscheidendes Asset für Zentralbanken und hält seinen Wert beständig an wichtigen Unterstützungsniveaus. Besonders China führt weiterhin die Liste der Goldkäufe an.
Aktuelle Zahlen der People’s Bank of China zeigen einen Kauf von 5 Tonnen Gold im vergangenen Monat. Krishan Gopaul, Senior Analyst für EMEA beim World Gold Council, bemerkte in sozialen Medien, dass dies den größten Goldankauf Chinas seit Februar 2025 darstellt.
Chinas Goldkaufserie
China hat nun seine Goldreserven 17 Monate in Folge erhöht und hält insgesamt 2.313 Tonnen.
Experten erwarten, dass China weiterhin seine Goldreserven ausbauen wird, um die Stärke des Yuan zu erhöhen und ihn als Kandidaten für den Status einer globalen Reservewährung zu positionieren, trotz der anhaltenden Marktschwankungen.
Goldpreisentwicklung und Strategien der Zentralbanken
Im letzten Monat erlebte der Goldpreis mit einem Rückgang von 11,5 % den stärksten monatlichen Rückgang in jüngster Zeit. Analysten weisen darauf hin, dass Zentralbanken in der Regel nicht direkt auf Preisänderungen reagieren, aber Preisrückgänge nutzen könnten, um ihre Bestände zu erhöhen.
Während China weiterhin konsequent Gold kauft, ist der staatliche Goldmarkt zunehmend unvorhersehbar geworden. Einige Analysten vermuten, dass Zentralbanken ihre Goldbestände monetarisieren, um ihre Volkswirtschaften zu stabilisieren, insbesondere angesichts des aktuellen Konflikts mit Iran.
Anpassungen der türkischen Goldreserven
Die Zentralbank der Türkei zeigt sich bemerkenswert offen bezüglich ihrer Goldreserven. Jüngste Daten zeigen einen Rückgang von 69,1 Tonnen in ihren Beständen, wobei die Gesamtabnahme im letzten Monat über 118 Tonnen betrug.
Laut Berichten ist dies der größte Rückgang der türkischen Goldreserven seit 2013.
Die Zentralbank erklärte, dass zwar ein Teil des Goldes verkauft wurde, der Großteil jedoch durch Swap-Geschäfte monetarisiert wurde. Die daraus resultierende Liquidität wurde für den Kauf von Lira und anderen Fremdwährungen verwendet und unterstützte so die nationale Wirtschaft.
Weltwirtschaftliche Auswirkungen
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten beeinflusst die weltweite wirtschaftliche Aktivität. Unterbrechungen in den Lieferketten, insbesondere im Energiesektor, tragen zu steigenden Inflationsdruck weltweit bei.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Falkenhafte Äußerungen von Waller bringen den Markt durcheinander, JPMorgan gibt vorerst bullische Sicht auf US-Aktien auf und wechselt in den kommenden Wochen zu einer vorsichtigen Abwartehaltung.
Das Handelsteam von JPMorgan hat vorübergehend seine bisher optimistische Haltung gegenüber US-Aktien aufgegeben und verfolgt nun eine vorsichtigere Einstellung gegenüber der Marktentwicklung in den kommenden Wochen.

Der US-Dollar schwächt sich den zweiten Monat in Folge ab! Verstärkte Rückkäufe von US-Staatsanleihen lösen politische Bedenken aus. Die Wall Street erwartet im September einen weiteren Rückgang.
Der US-Dollar hat im August den zweiten Monat in Folge an Wert verloren. Das US-Finanzministerium plant, den Rückkauf von Staatsanleihen zu beschleunigen, was bei ausländischen Investoren neue Bedenken hinsichtlich der amerikanischen Politikrichtung ausgelöst hat. Dies hat zudem erneut Spekulationen am Markt entfacht, dass die Politik der Trump-Regierung einen schwächeren US-Dollar begünstigen könnte.

Vergeltungszölle gegen die USA könnten „eigene Verluste verursachen“ – Oxford Economics: Kanadas Wirtschaftsleistung könnte bis 2027 um 0,3 % sinken
Das Oxford Economics Institute warnt, dass die von Kanada für den 8. September geplante neue Runde von Vergeltungszöllen gegen die USA zwar einigen einheimischen Herstellern Schutz bieten könnte, insgesamt jedoch wahrscheinlich mehr Branchen durch steigende Kosten belastet und das Wirtschaftswachstum Kanadas beeinträchtigt werden könnte.

Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erreicht ein fast 20-Monats-Hoch, während Waller mit aggressiven Tönen und dem Anstieg der Ölpreise die Zinserwartungen neu bewerten lässt
Die Preisbildung am Terminmarkt zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September am Montag dieser Woche von 35 % vor der Rede von Waller am vergangenen Freitag auf 64 % gestiegen ist. Der US-Staatsanleihenmarkt steht unter mehreren Druckfaktoren: „eine restriktivere Federal Reserve, steigende Inflationsrisiken, Angebot an Staatsanleihen und Angebot an Unternehmensanleihen“.
