Es ist eine entscheidende Woche für den US-Dollar, da die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) richten.
Überblick über die Marktgrundlagen
US-Dollar (USD):

In der vergangenen Woche profitierte der US-Dollar von der Auflösung übermäßiger Short-Positionen und insgesamt robusten Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten. Allerdings verlor dieser Aufwärtstrend nach einer enttäuschenden Veröffentlichung der US-Stellenangebote an Schwung, was zusammen mit einem Abschwung bei Aktien die Stimmung belastete. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den bevorstehenden Non-Farm Payrolls (NFP) Bericht am Mittwoch, ein zentrales Ereignis, das die Richtung des Dollars erheblich beeinflussen könnte.
Derzeit erwarten die Märkte in diesem Jahr 54 Basispunkte Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Sollten die Daten positiv überraschen, besteht ein erhebliches Risiko für eine restriktivere Marktkorrektur, die eine breit angelegte Rallye beim Greenback auslösen könnte.
Umgekehrt könnte ein schwächer als erwarteter NFP-Bericht die Erwartungen an weitere Lockerungen der Fed verstärken, sodass Händler ihre Prognosen für Zinssenkungen vorziehen. Einige Fed-Vertreter haben Zweifel an der Stabilität des Arbeitsmarktes geäußert, sodass enttäuschende Daten den US-Dollar erneut unter Druck setzen könnten, da dovishe Wetten zunehmen.
Euro (EUR):

Beim Euro beließ die Europäische Zentralbank den Leitzins in der vergangenen Woche wie erwartet unverändert, was kaum Reaktionen an den Märkten hervorrief. Im Fokus standen die Aussagen von Präsidentin Lagarde, insbesondere nachdem der Euro die Marke von 1,20 gegenüber dem US-Dollar überschritten hatte.
Lagarde bestätigte die Aufwertung des Euro seit dem vergangenen März und betonte erneut, dass die EZB keine Wechselkurse anvisiere. Sie merkte jedoch an, dass ein stärkerer Euro dazu beitragen könnte, die Inflation stärker als erwartet zu senken.
EZB-Vertreter zeigten sich weniger besorgt über den Wert des Euro, nachdem dieser auf 1,18 zurückgegangen war. Die Marke von 1,20 bleibt eine wichtige Schwelle, doch ein nachhaltiger Anstieg darüber würde wahrscheinlich von schwächeren Inflationsdaten begleitet werden müssen, um Diskussionen über Zinssenkungen auszulösen.
EURUSD Technische Analyse – Tageschart

Im Tageschart zog sich EURUSD nach dem Anstieg über 1,20 zurück, da Short-Positionen auf den Dollar überdehnt waren und EZB-Offizielle verbal intervenierten. Sollte das Paar erneut die Marke von 1,20 ansteuern, dürften Verkäufer auftreten, das Risiko oberhalb der jüngsten Hochs managen und einen Rückgang in Richtung 1,1575 anvisieren. Käufer hingegen werden auf einen Ausbruch über den Widerstand achten, um neue Höchststände im Zyklus zu verfolgen.
EURUSD Technische Analyse – 4-Stunden-Chart

Im 4-Stunden-Chart zeigt sich eine bedeutende Widerstandszone in der Nähe von 1,19. Sollte der Kurs diesen Bereich erneut testen, könnten Verkäufer in den Markt eintreten, das Risiko oberhalb des Widerstands managen und einen Rückgang in Richtung der Unterstützung bei 1,1760 anstreben, mit der Möglichkeit eines Ausbruchs. Umgekehrt könnte ein Anstieg oberhalb des Widerstands Käufer motivieren, ein neues Hoch im Zyklus zu erreichen.
EURUSD Technische Analyse – 1-Stunden-Chart

Im Stundenchart stützt eine kleine aufsteigende Trendlinie die bullische Dynamik. Käufer dürften diese Trendlinie als Grundlage nutzen, um die Preise weiter nach oben zu treiben, während Verkäufer auf einen Bruch unter diese Trendlinie setzen, um eine Bewegung zurück zur Unterstützung bei 1,1760 auszulösen. Die rote Linie im Chart markiert die durchschnittliche tägliche Handelsspanne von heute.
Bevorstehende Schlüsseldaten
- Morgen: US-Einzelhandelsumsätze für Dezember und Arbeitskostenindex
- Mittwoch: US Non-Farm Payrolls (NFP) Bericht
- Donnerstag: US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
- Freitag: Vorläufiges BIP Q4 der Eurozone und US-Verbraucherpreisindex (CPI)
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