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Nach dem epischen Krypto-Liquidationsereignis am 10.11: Wie geht es den Aktien der DAT-Unternehmen?

Nach dem epischen Krypto-Liquidationsereignis am 10.11: Wie geht es den Aktien der DAT-Unternehmen?

BlockBeatsBlockBeats2025/10/14 02:25
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Von:BlockBeats

Für Unternehmen, die sowohl dem Risiko des Kryptomarktes als auch dem Aktienmarkt ausgesetzt sind, ist die schlimmste Zeit bereits vorbei?

Originaltitel: „Wie geht es den Aktien der DAT-Unternehmen nach dem großen Krypto-Crash?“
Original-Link: David, Deep Tide TechFlow


Am Nachmittag des 10. kündigte Präsident Trump auf Truth Social einen 100%igen Zoll auf chinesische Waren an. Diese Nachricht löste sofort Panikstimmung an den globalen Finanzmärkten aus.


In den darauffolgenden 24 Stunden erlebte der Kryptomarkt das größte Liquidationsereignis seiner Geschichte: Über 19 Milliarden US-Dollar an gehebelten Positionen wurden zwangsliquidiert. Bitcoin fiel von 117.000 US-Dollar rapide und unterschritt zeitweise die Marke von 102.000 US-Dollar, was einem Tagesverlust von über 12% entspricht.


Auch der US-Aktienmarkt blieb nicht verschont. Am 10. Oktober schloss der S&P 500 mit einem Minus von 2,71%, der Dow Jones Industrial Average fiel um 878 Punkte und der Nasdaq Composite verlor 3,58% – allesamt die größten Tagesverluste seit April.


Das eigentliche Epizentrum der Krise waren jedoch die DAT-Unternehmen (Digital Asset Treasury), die Krypto-Assets als Treasury-Reserve halten.


MicroStrategy als größter Unternehmens-Bitcoin-Halter blieb von den Kursverlusten ebenfalls nicht verschont; bei anderen Unternehmen mit Krypto-Reserven war der Kurssturz noch deutlicher. Nachbörsliche Handelsdaten zeigen, dass Investoren weiterhin verkaufen.


Für diese Unternehmen, die sowohl dem Risiko des Kryptomarktes als auch des Aktienmarktes ausgesetzt sind, ist der schlimmste Moment bereits vorbei?


Warum fallen DAT-Unternehmen noch stärker?


DAT-Unternehmen sind zunächst mit direkten Auswirkungen auf ihre Bilanz konfrontiert. Am Beispiel von MicroStrategy: Das Unternehmen hält etwa 639.835 Bitcoin. Wenn der Bitcoin-Preis um 12% fällt, bedeutet das, dass der Wert der Vermögenswerte schlagartig um fast 10 Milliarden US-Dollar verdampft.


Solche Verluste müssen nach Rechnungslegungsstandards als „nicht realisierte Verluste“ verbucht werden. Auch wenn der Verlust erst beim Verkauf realisiert wird, sind die Zahlen im Geschäftsbericht dennoch real.


Als Investor sieht man, wie die Kernvermögenswerte eines Unternehmens rapide an Wert verlieren. Hinzu kommt der Multiplikatoreffekt des Marktvertrauens.


Anfang 2025 lag der Net Asset Value (NAV)-Aufschlag der MicroStrategy-Aktie noch bei dem 2-fachen, bis Ende September war er auf das 1,44-fache geschrumpft; aktuell liegt er bei etwa 1,2.


Bei anderen Unternehmen nähert sich der mNAV fast überall dem Wert 1 an, bei manchen ist er sogar darunter gefallen. Diese Veränderungen spiegeln eine harte Realität wider: Das Vertrauen des Marktes in das DAT-Modell gerät in extremen Marktphasen ins Wanken.


Im Bullenmarkt sind Investoren bereit, diesen Unternehmen einen Aufschlag zu gewähren – die Erzählung lautet dann: Pioniere der Krypto-Innovation. Doch wenn der Markt dreht, wird dieselbe Geschichte zum unnötigen Risiko.


Andere Kryptowährungen als Bitcoin haben in diesem durch Leverage ausgelösten Crash massive technische Schäden erlitten, manche sind sogar auf Null gefallen; selbst große Altcoins haben wegen mangelnder Liquidität ihren Wert halbiert oder noch mehr verloren.


Die Aktien der Unternehmen, die solche Assets halten, werden so zum bevorzugten Short-Ziel bei verschlechterter Marktstimmung.


In Panikphasen müssen Investoren schnell Positionen abbauen. Der Bitcoin-Markt ist zwar 24/7 geöffnet, aber große Verkaufsaufträge beeinflussen den Preis stark. Im Vergleich dazu ist es viel einfacher, an der Nasdaq Aktien wie MSTR oder COIN zu verkaufen.


Der Verkauf von Gold im Wert von mehreren hundert Milliarden US-Dollar würde den Markt nicht stören, aber der Verkauf von 70 Milliarden US-Dollar an Bitcoin könnte einen Preissturz und Massenliquidationen auslösen; dieser Liquiditätsunterschied macht die Aktien der DAT-Unternehmen zum bevorzugten Fluchtweg für Kapital.


Schlimmer noch: Viele institutionelle Investoren haben strenge Risikokontroll-Grenzen. Überschreitet die Volatilität einen bestimmten Schwellenwert, müssen sie Positionen abbauen – ob sie wollen oder nicht. Und DAT-Unternehmen gehören zu den volatilsten Titeln überhaupt.


Um es mit einer unpassenden Metapher zu sagen: Wenn normale Tech-Unternehmen in einem Boot sitzen, dann sind DAT-Unternehmen wie zwei zusammengebundene Boote – eines kämpft auf den Wellen des Aktienmarktes, das andere im Sturm des Kryptomarktes.


Wenn beide Seiten gleichzeitig schlechtes Wetter erleben, ist die Belastung nicht additiv, sondern multiplikativ.


Wer ist am stärksten betroffen, wer ist am widerstandsfähigsten?


Nach dem epischen Krypto-Liquidationsereignis am 10.11: Wie geht es den Aktien der DAT-Unternehmen? image 0


Ein Blick auf die Liste der größten Kursverluste von DAT-Unternehmen am Vortag zeigt ein klares Muster: Je kleiner das Unternehmen, desto stärker der Kurssturz.


Forward Industries fiel um 15,32%, der mNAV beträgt nur 0,053. BTCS Inc. verlor 12,70%, Helius Medical Tech 12,91%.


Diese Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 100 Millionen US-Dollar finden in Panikphasen kaum Käufer. Im Vergleich dazu ist MicroStrategy zwar der größte Bitcoin-Halter, verlor aber nur 4,84%.


Die Logik dahinter ist einfach: Liquidität.


In Panikphasen weiten sich die Spreads bei Nebenwerten stark aus, eine etwas größere Verkaufsorder kann den Kurs durchbrechen.


In dieser Liste fällt Tesla aus dem Rahmen. Der Kursverlust beträgt 5,06% – fast der geringste Wert –, aber der mNAV liegt bei erstaunlichen 985,96. Das bedeutet, dass der Markt Tesla fast das 1000-fache seines Krypto-Bestandswerts zuschreibt.


Der Grund: Tesla ist im Kern kein DAT-Unternehmen, das Halten von Bitcoin ist nur ein Nebengeschäft. Investoren kaufen Tesla wegen des E-Auto-Geschäfts, die Bitcoin-Preisentwicklung hat kaum Einfluss auf die Bewertung; das gilt auch für Coinbase, das 7,75% verlor, aber als Börse reale Gebühreneinnahmen hat.


Bei den reinen DAT-Unternehmen sieht es hingegen ganz anders aus.


MicroStrategy hat einen mNAV von nur 1,28 – der Kurs entspricht also fast dem Wert der gehaltenen Coins. Galaxy Digital hat einen mNAV von 5,49, MARA Holdings von 1,29. Die Bewertung dieser Unternehmen entspricht im Wesentlichen dem Wert ihrer Krypto-Assets plus einem kleinen Aufschlag. Wenn der Kryptomarkt crasht, gibt es kein anderes Geschäft, das abfedert.


Wenn der Börsenwert eines Unternehmens fast dem Wert seiner Krypto-Assets entspricht (mNAV nahe 1), bedeutet das, dass der Markt dem Unternehmen außer dem Coin-Halten keinen Mehrwert zuschreibt.


Bitmine hat einen mNAV von 0,98, American Bitcoin hat keine Angaben gemacht, dürfte aber ebenfalls sehr niedrig liegen. Diese Unternehmen sind faktisch zu Bitcoin-ETFs im Gewand börsennotierter Unternehmen geworden.


Die Frage ist: Da es jetzt echte Bitcoin-ETFs gibt, warum sollten Investoren noch über diese Unternehmen indirekt investieren?


Das könnte erklären, warum diese Unternehmen mit niedrigem mNAV in Panikphasen noch stärker fallen. Sie tragen sowohl das Risiko der Krypto-Assets als auch das des Aktienmarktes, bieten aber keinen zusätzlichen Mehrwert.


In wenigen Stunden öffnet die US-Börse. Wird sich die Marktstimmung nach dem ruhigen Wochenende verbessern? Werden die kleinen DAT-Unternehmen mit Kursverlusten von über 10% weiter verkauft oder steigen Schnäppchenjäger ein?


Die Daten deuten darauf hin, dass Unternehmen mit einem mNAV unter 1 überverkauft sein könnten – es könnte aber auch eine Value Trap sein. Denn wenn ein Geschäftsmodell grundsätzlich infrage gestellt wird, ist ein niedriger Preis nicht unbedingt ein Kaufgrund.


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