Die Krypto-Adoption weitet sich auf britische Rentenfonds und US-amerikanische 401(k)-Pläne aus
- 27% der britischen Erwachsenen befürworten die Aufnahme von Krypto in Rentenpläne und verweisen auf das hohe Renditepotenzial.
- Trumps Executive Order erlaubt Krypto in US-amerikanischen 401(k)-Altersvorsorgekonten.
- Das Interesse an Krypto-Renten wächst, während das Vereinigte Königreich Vorsicht zeigt und die USA die Regulierung öffnen.
Eine stille Veränderung findet in der Altersvorsorgeplanung statt. Eine neue Umfrage im Vereinigten Königreich hat ergeben, dass jeder vierte Erwachsene offen dafür ist, Krypto zu den Rentenersparnissen hinzuzufügen. In den USA stehen die Regulierungsbehörden unter dem Druck einer präsidialen Anordnung, Altersvorsorgekonten für digitale Vermögenswerte zugänglicher zu machen. Zusammen deuten diese Trends darauf hin, dass digitale Vermögenswerte bald über kurzfristige Spekulationen hinausgehen und in die langfristige Finanzplanung einziehen werden.
Britische Sparer zeigen Interesse an Krypto-Renten
Eine Umfrage des britischen Versicherers Aviva ergab, dass 27% der britischen Erwachsenen die Aufnahme von Krypto in Rentenportfolios unterstützen. Mehr als 40% der Befürworter gaben an, dass Gewinnchancen ihre Haltung motivierten.
Der britische Rentenmarkt wird auf 3,8 Billionen Pfund geschätzt. Analysten weisen darauf hin, dass selbst eine begrenzte Exponierung gegenüber Krypto erhebliche Summen in digitale Vermögenswerte lenken könnte. Etwa 23% der Befragten gaben an, dass sie in Erwägung ziehen würden, ihre gesamte oder einen Teil ihrer Rente abzuheben, um in Krypto zu investieren.
Aviva stellte fest, dass 8% der Erwachsenen bereits Rentenmittel für Krypto-Käufe abgehoben hatten. Die Zahl stieg bei jüngeren Teilnehmern. Ungefähr jeder fünfte britische Erwachsene im Alter von 25 bis 34 Jahren gab an, Rentenersparnisse in Krypto umgeleitet zu haben. Sie sagten auch, dass sie derzeit digitale Vermögenswerte besitzen oder zuvor besessen haben. Zwei Drittel von ihnen besitzen immer noch eine Form von Kryptowährung.
Allerdings bleiben Risiken ein zentrales Anliegen. Rund 41% der Umfrageteilnehmer hoben Bedrohungen durch Hacking oder Phishing hervor. Weitere 37% nannten schwache Regulierung und mangelnden Schutz. Die Preisvolatilität wurde von 30% der Befragten als Hürde für die Akzeptanz genannt.
Michele Golunska, Geschäftsführerin für Vermögen und Beratung bei Aviva, erkannte die Attraktivität von Krypto an, betonte jedoch die dauerhaften Vorteile von Renten. Arbeitgeberbeiträge und Steuererleichterungen, so sagte sie, bleiben entscheidende Merkmale für die langfristige Sicherheit im Ruhestand.
Trump Order signalisiert US-Politikwechsel
Die britische Umfrage kommt zu einer Zeit, in der die Vereinigten Staaten eigene Schritte unternehmen, um Krypto in die Altersvorsorgeplanung zu integrieren. Anfang dieses Monats unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Executive Order zu diesem Thema. Die Anordnung erlaubt es den Regulierungsbehörden, „alternative Anlagen“ neu zu definieren, sodass Krypto in 401(k)-Altersvorsorgekonten aufgenommen werden kann.
Die Anordnung öffnet potenziell den Zugang zu über 9 Billionen US-Dollar an US-Altersvorsorgegeldern. Erstmals könnten Millionen von Sparern Bitcoin und andere Kryptowährungen in bundesweit anerkannten Altersvorsorgeportfolios halten.
Diese Maßnahme markiert einen Wandel im Umgang der US-Regulierungsbehörden mit digitalen Vermögenswerten. Bisher hatten Sparer nur begrenzte Möglichkeiten, Krypto einzubeziehen. Die Executive Order fordert die Behörden auf, Rahmenbedingungen zu aktualisieren, die es Fondsmanagern ermöglichen, eine Exponierung zu bieten.
Marktbeobachter stellen fest, dass diese Entwicklung die USA mit dem weltweit wachsenden Interesse an Krypto für Renten in Einklang bringt. Für viele stellt sich nun die Frage, ob die Altersvorsorge zur Brücke zwischen Kryptomärkten und dem Mainstream-Finanzwesen wird.
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Ein transatlantischer Wandel hin zu Krypto in der Altersvorsorge
Auf beiden Seiten des Atlantiks zeigt sich wachsendes Interesse an kryptobasierten Altersvorsorgestrategien. Im Vereinigten Königreich geben fast ein Drittel der Erwachsenen an, neugierig zu sein, aber die Risiken des Tauschs von Renten gegen digitale Vermögenswerte nicht vollständig zu verstehen. Weitere 27% der Befragten sagten, sie hätten nicht gewusst, dass Renten weniger Risiken als Krypto bergen könnten.
Die Regulierungsbehörden im Vereinigten Königreich agieren jedoch mit Vorsicht. Ein im Mai vorgeschlagener Rahmen behandelt Krypto-Unternehmen wie ein typisches Finanzinstitut. Börsen und Händler müssten Transparenz- und Verbraucherschutzauflagen einhalten. Britische Banken scheinen jedoch zögerlich, dem Trend zu folgen. Rund 40% der befragten Krypto-Investoren gaben an, dass ihre Banken Transaktionen mit Anbietern blockiert oder verzögert hätten.
In den USA bringt die Executive Order Klarheit auf Bundesebene. Sie signalisiert, dass Krypto bald zu einer Standardoption in Altersvorsorgeprodukten werden könnte. Diese Entwicklung steht im Gegensatz zum langsameren, vorsichtigeren Ansatz im Vereinigten Königreich.
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