„Fed-Sprachrohr“: Einigkeit innerhalb der US-Notenbank schwindet, eine Ära der Spaltung könnte anbrechen
Laut ChainCatcher unter Berufung auf Jintou Data hat der „Fed-Sprecher“ Nick Timiraos kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem er berichtet, dass innerhalb der US-Notenbank eine interne Debatte darüber entbrennt, wie mit den Risiken umzugehen ist, die von Trumps Zöllen ausgehen. Dies könnte das Ende einer relativ einheitlichen Phase markieren, da die Verantwortlichen möglicherweise uneins darüber werden, ob der neue Anstieg der Kosten ein Festhalten an den hohen Zinssätzen rechtfertigt.
In den vergangenen Wochen hat Fed-Chef Jerome Powell angedeutet, dass die Hürde für Zinssenkungen niedriger sein könnte als noch im Frühjahr angenommen, auch wenn in diesem Monat keine Zinssenkung erwartet wird. Stattdessen hat Powell einen „Mittelweg“ skizziert: Sollten die Inflationsdaten unter den Erwartungen liegen oder der Arbeitsmarkt leichte Schwächen zeigen, könnte dies ausreichen, damit die Fed noch vor Ende des Sommers mit Zinssenkungen beginnt. Dieser Standard ist weniger streng als die bisherige Schwelle – damals, als die Inflationserwartungen durch umfangreichere Zollanhebungen gestiegen waren, hätte die Fed möglicherweise deutlichere Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung verlangt, bevor sie eine Zinssenkung in Erwägung gezogen hätte.
Die im April von Trump angekündigten Zollanhebungen übertrafen die Erwartungen, lösten Sorgen vor einem Stagflationsszenario mit verlangsamtem Wirtschaftswachstum und steigenden Preisen aus und durchkreuzten die Pläne der Fed, in diesem Jahr wieder mit Zinssenkungen zu beginnen. Seitdem haben jedoch zwei Entwicklungen zu einem möglichen Kurswechsel geführt. Erstens hat Trump einige der extremsten Zollanhebungen zurückgenommen; zweitens sind die durch Zölle verursachten Preissteigerungen für Verbraucher bislang ausgeblieben. Dies stellt einen entscheidenden Test für konkurrierende Theorien darüber dar, ob Zölle zu Inflation führen, und hat interne Meinungsverschiedenheiten darüber ausgelöst, wie mit Prognosefehlern umzugehen ist.
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